Daniel Steil hält Focus Online im Gespräch

 

Er ist einer der umtriebigsten Medienköpfe des Landes: Focus-Online-Chefredakteur Daniel Steil. Bei den kress Awards ist Daniel Steil nominiert als Chefredakteur des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Jüngst lancierte der erfahrene Journalist und Manager eine Lokaloffensive, die Focus Online zu einer der größten Content-Plattformen des Landes machen soll.

Schon jetzt kooperieren die Münchner etwa mit DuMont ("Express", "Hamburger Morgenpost"), der "ADAC Motorwelt" und etlichen weiteren Anbietern. Doch das soll erst der Anfang sein. Geplant ist, letztlich der Marktmacht von Internetgiganten wie Google und Facebook einen nennenswerten Part gegenüberzustellen. Keine kleine Herausforderung, der sich Steil und seine Kollegen da stellen.

Als Daniel Steil im Juli 2011 mit 41 Jahren Chefredakteur von Focus Online wurde, brachte er schonen einen reichhaltigen Erfahrungsschatz in der medialen On- und Offline-Welt mit. Bei Axel Springer war er zwei Jahre lang als Unterhaltungschef der "Bild" tätig und nahm später Sonderaufgaben für die "Bild"-Chefredaktion wahr. Zuvor, von 2002 bis 2008, wirkte er beim Schweizer Verlag Ringier, unter anderem als Chefredaktor der Abendzeitung "heute". Volontiert hat der studierte Jurist und Diplom-Verwaltungswirt an der Axel-Springer-Journalistenschule in Berlin.

Bei Burda ist Daniel Steil nicht nur als Chefredakteur für Focus Online zuständig. Im Herbst vergangenen Jahres rückte er zusätzlich als Chief Content Officer in das Management-Board auf und verantwortet als einer von drei Geschäftsführern die "Focus Online Group". Sein Portal, das aufgrund seiner Überschriften und der reichweitenoptimierten Strategie in Medienkreisen des Öfteren als latent krawallig kritisiert wird, kann aber auch leise Töne anschlagen: Vergangenes Jahr waren Daniel Steil und zwölf seiner Kollegen an den vier Adventssonntagen jeweils 24 Stunden mit Facebook-Videos online. Die Übertragungen aus deutschen Gotteshäusern unter dem Motto "Beten live" entwickelte sich zum Viral-Hit mit einer Reichweite von mehr als zehn Millionen Nutzern.

Daniel Steil ist in der Kategorie Chefredakteur des Jahres nominiert.

Begründung kress: Greift nach der Marktführerschaft im Digitalen. Bietet Regionalverlagen Kooperationen an.

Zur Wahl Chefredakteur/in des Jahres stehen außerdem:

Andreas Cichowicz, NDR: Setzte als Teil der Recherche-Allianz (mit SZ und WDR) die Themen 2017, souveräne Moderationen im Wahlkampf. 

Birgit Wentzien, Deutschlandfunk: Führt das wichtigste Info-Hörfunk-Angebot. Im Wahlkampf einer der Agendasetter. 

Christian Krug, Stern: Landete mit dem Gabriel-Interview einen der Scoops des Jahres. Etablierte Stern-Crime als Line-Extension. 

Florian Harms, T-Online: Arbeitet daran, dem einstigen Email-Dienst eine publizistische Stimme zu verleihen. 

Georg Anastasiadis, Münchner Merkur: Gibt seinem Titel durch pointierte Kommentare ein eigenes Profil.

Jörg Quoos, Funke Mediengruppe: Hat die Redaktion zu einem Informations- und Meinungsführer des Hauptstadtjournalismus gemacht.

Kurt Kister und Wolfgang Krach, Süddeutsche Zeitung: Bestimmten mit den Panama und Paradise Papers die Agenda. Halten Qualität der "SZ" auf hohem Level. 

Michael Bröcker, Rheinische Post: Zeigt sich innovationsfreudig, besetzt mit seiner Redaktion das Trendthema Audio, auch mit einem persönlichen Podcast. 

Robert Pölzer, Bunte: Überzeugt als Nachfolger von Patricia Riekel durch gutes Gespür für die Zielgruppe.

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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