Vox-Geschäftsführer Bernd Reichart bedrängt Sat.1 und ProSieben

 

Bernd Reichart hat Vox weit nach vorne gebracht - in die Nähe von Platzhirschen wie Sat.1 und ProSieben. Bei den kress Awards ist Bernd Reichart nominiert als Medienmanager des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Die Zeiten sind längst vorbei, in denen sich Vox im Schatten des Marktführers RTL als so etwas wie der kleine, liebenswerte, aber etwas betuliche Schwestersender belächeln lassen musste. Ganz im Gegenteil: Mit der von Bernd Reichart höchstpersönlich angeregten Serien-Eigenproduktion "Der Club der roten Bänder" sammelt die Kölner Senderfamilie nicht nur TV-Preise (unter anderem: Deutscher Fernsehpreis, Grimme-Preis und Jupiter Award), Zuschauer-Rekorde, sondern ganz viele Sympathiepunkte.

Kennen und schätzen gelernt hatte der 43-jährige Geschäftsführer den Krankenhaus-Stoff, der auf einer katalanischen Serienproduktion beruht, während seiner Zeit in Spanien, als Reichart bis 2012 Managing Director Multichannel von zwischenzeitlich fünf Free-TV-Sendern war.

Dass er sich einmal so leidenschaftlich für fiktionale Inhalte einsetzen würde, war zumindest zu Beginn von Reicharts Karriereweg nicht unbedingt abzusehen: Der gebürtige Allgäuer studierte in Konstanz, Salamanca und an der University of North Carolina Sportwissenschaft und Englisch. Seine Laufbahn begann er in der Sportvermarktung – damals beim Bertelsmann-Unternehmen UFA Sports (heute: Sportfive).

Nach seinem Spanien-Gastspiel hat er sich in der RTL-Senderfamilie unverzichtbar gemacht: Bei Vox war 2017 ein Jahr der Prüfungen, die der Sender und Reichart exzellent meisterten. Immerhin galt es, den Anklang der "Roten Bänder" auch in der mittlerweile dritten und letzten Staffel aufrecht zu erhalten. Außerdem musste Reichart nach dem Wechsel von TV-Koch und Kraftmeier Steffen Henssler zu ProSieben Ersatz für ein wichtiges Sendergesicht finden: Auch ohne Henssler – dafür mit wechselnder Promi-Besetzung – frischten Reichart und seine Teams "Grill den Star" im Sommer auf.

Erfreuliche Bilanz: Im Quotenrennen kommt Vox dem Konkurrenten Sat.1, der schon länger nicht mehr wirklich den Alleinanspruch eines breiten Familiensenders für sich reklamieren kann, aber auch ProSieben immer näher. "Bisher galten wir ja immer als Anführer der zweiten Liga", sagt Reichart über seinen Erfolgskurs. "Aber inzwischen liegen wir bereits seit über einem Jahr bei den Gesamtzuschauern vor ProSieben. Und neben dem ersten Monatssieg in unserer Zielgruppe gelingt uns inzwischen auch immer häufiger, am späten Nachmittag oder in der Primetime die Marktführerschaft zu übernehmen."

Er ist in der Kategorie "Medienmanager des Jahres" nominiert.

Begründung kress: Der Vox-Geschäftsführer ist der derzeit erfolgreichste Manager im TV-Geschäft. Der Sender ist in die erste TV-Liga aufgestiegen. Besondere Stärke: Die Entwicklung eigener, kreativer Formate. Die Werbe- und Zuschauer-Marktanteile steigen.   

Zur Wahl des Medienmanagers des Jahres stehen außerdem: 

Kay Dammholz, Dazn: Der Geschäftsführer bastelt an der Zukunft des Sportfernsehens - mit einem Streamingdienst, der auf den User ausgerichtet ist und ein cleveres Preismodell anbietet. Mit dem Erwerb der Fußball-Champions-League-Rechte ist Dammholz ein Coup gelungen. 

Martin Wunnike, Mittelbayerischer Verlag: Der Geschäftsführer der Mittelbayerischen Zeitung schafft es, eine ungewöhnliche Innovationsfreude in seinem Unternehmen zu fördern. So entstehen neue Erlösquellen (wie Veranstaltungen, Sonderpublikationen), um das Stammgeschäft zu stützen. 

Mathias Döpfner, Axel Springer: Der CEO hat Axel Springer zu einem der wenigen Medienunternehmen entwickelt, die bereits heute fest im Digitalgeschäft verankert sind. Zudem macht er sich als BDZV-Präsident für die Interessen der Branche stark. 

Philipp Justus, Google: Der Vice President Central Europe ist mit Googles Digital News Initiative inzwischen einer der wichtigsten Impulsgeber für technologische Innovationen in der Branche, bis hin zu Paid-Content-Lösungen, an denen derzeit gearbeitet wird. 

Philipp Welte, Burda: Der Vorstand für nationale Medienmarken erweitert das Stammgeschäft erfolgreich. Durch pointierte Wortmeldungen stößt er immer wieder Debatten an. Schmiedete zuletzt die Grosso-Allianz der Verlage.

Rainer Esser, Zeit Verlagsgruppe: Ausgehend vom Stammgeschäft startet der Geschäftsführer permanent neue Aktivitäten und erschließt zusätzliche Geschäftsfelder für die Marke. 2017 etablierte er ein Bezahlmodell für zeit.de und das Abonnentenprogramm "Freunde der Zeit". 

Thomas Düffert, Madsack Mediengruppe: Der CEO zentralisiert wichtige Bereiche des Unternehmens und positioniert sich zunehmend als Dienstleister für andere in der Branche. Im Tageszeitungsgeschäft, das sich zunehmend konsolidiert, gehört Madsack zu den Taktgebern. 

Tom Buhrow, WDR: Der Intendant scheut sich nicht vor Reformen, probiert neue Formate aus und verändert das Programm. Er setzt beim Umgang mit Gebührengeldern auf Transparenz und steigert so die Akzeptanz für das duale System. 

Yvonne Bauer, Bauer Media Group: Sie führt ihr Familienunternehmen als Verlegerin und Managerin - eine Doppelrolle, die für ein Unternehmen dieser Größe ungewöhnlich ist. Im Stammgeschäft ("Meins") und darüber hinaus belebt Bauer den Markt durch innovative Konzepte.

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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