Martin Wunnike macht die "Mittelbayerische" zukunftssicher

 

Ein Vorzeigebeispiel, das viele Mitbewerber mit fortschrittlichen Lösungen inspiriert, ist der von Martin Wunnike geführte "Mittelbayerische"-Verlag in Regensburg. Bei den kress Awards ist Martin Wunnike nominiert als Medienmanager des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Immer wieder verblüfft, welche Innovationskraft in den mittelgroßen und kleineren deutschen Verlagshäusern steckt. Ein löbliches Vorzeigebeispiel, das viele Mitbewerber mit fortschrittlichen Lösungen inspiriert, ist der von Martin Wunnike geführte "Mittelbayerische"-Verlag in Regensburg.

Das Hausgewächs, das selbst bei der traditionsreichen Regionalzeitung volontiert hatte, schob in den vergangenen Jahren zahlreiche Zukunftsprojekte in seinem Haus mit an und stellte auch immer wieder die Organisationsformen auf den Prüfstand. So nahm im Jahr 2010 ein neues Druck- und Logistikzentrum seinen Betrieb auf. 2013 zog der Verlag in ein modernes neues Gebäude in der Donaustadt. Die Arbeit der Redaktionen – neben dem Vorzeigetitel "MZ" erscheinen unter anderem das Online-Angebot Mittelbayerische.de und diverse Apps, aber auch das Anzeigenblatt "Rundschau" und nicht zuletzt ein Fußball-Portal für die Oberpfalz – gelten als Beispiele für das Funktionieren voll integrierter Multimedial-Teams.

Die Vielfalt, die sein Haus prägt, spiegelt sich dabei auch ein wenig in der abwechslungsreichen Berufshistorie von Martin Wunnike: Nach dem Abitur absolvierte der heutige Vorsitzende der Geschäftsführung erst einmal etwas eher Medienfremdes – eine Lehre als Speditionskaufmann. Dann ließ er sich doch zum Hörfunkredakteur ausbilden. Später erwarb er sich Titel als Diplom-Kaufmann sowie als Medienmarketing- sowie Public-Relations-Fachwirt.

Engagement hört für den Verlagsmanager nicht an der Bürotür auf: Wunnike regte im Verbreitungsgebiet der "MZ" die sogenannten "Kinderbürgerfeste" an, die zwischen vier und fünf Mal im Jahr in Regensburg, aber auch in Neumarkt, Cham und Bad Abbach stattfinden. Die Idee dazu kam dem Vater eines mittlerweile allerdings bereits 21-jährigen Sohns, als er ein klassisches Stadtfest besuchte, das seiner Meinung nach zu wenig für die Jüngeren bereithielt.

"Mir war immer aufgefallen, dass es bei allen Festen, vor allem beim Regensburger Bürgerfest, für Kinder sehr wenige Angebote gab", so Martin Wunnike. "Und wenn, dann nur dahingehend, dass die Kinder beschäftigt werden sollten, damit die Eltern Zeit haben zu konsumieren. Ich wollte den Spieß umdrehen und ein Fest machen, bei dem ausschließlich Kinder im Mittelpunkt stehen."

Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren unterstützt die "Mittelbayerische" derartige "KiBüs", die Wunnike am Herzen liegen. "Ich finde es reizvoll, Kinder als 'Bürger' einer Gesellschaft zu verstehen, sie ernst zu nehmen und ihnen 'ihre' Stadt bzw. Gemeinde vorzustellen." Angenehmer Nebeneffekt: Die ganz Jungen von heute könnten die Leser bzw. User von morgen sein.

Begründung kress: Der Geschäftsführer der Mittelbayerischen Zeitung schafft es, eine ungewöhnliche Innovationsfreude in seinem Unternehmen zu fördern. So entstehen neue Erlösquellen (wie Veranstaltungen, Sonderpublikationen), um das Stammgeschäft zu stützen. 

Zur Wahl des Medienmanagers des Jahres stehen außerdem:

Bernd Reichart, Vox: Der Vox-Geschäftsführer ist der derzeit erfolgreichste Manager im TV-Geschäft. Der Sender ist in die erste TV-Liga aufgestiegen. Besondere Stärke: Die Entwicklung eigener, kreativer Formate. Die Werbe- und Zuschauer-Marktanteile steigen.

Kay Dammholz, Dazn: Der Geschäftsführer bastelt an der Zukunft des Sportfernsehens - mit einem Streamingdienst, der auf den User ausgerichtet ist und ein cleveres Preismodell anbietet. Mit dem Erwerb der Fußball-Champions-League-Rechte ist Dammholz ein Coup gelungen. 

 

Mathias Döpfner, Axel Springer: Der CEO hat Axel Springer zu einem der wenigen Medienunternehmen entwickelt, die bereits heute fest im Digitalgeschäft verankert sind. Zudem macht er sich als BDZV-Präsident für die Interessen der Branche stark. 

Philipp Justus, Google: Der Vice President Central Europe ist mit Googles Digital News Initiative inzwischen einer der wichtigsten Impulsgeber für technologische Innovationen in der Branche, bis hin zu Paid-Content-Lösungen, an denen derzeit gearbeitet wird. 

Philipp Welte, Burda: Der Vorstand für nationale Medienmarken erweitert das Stammgeschäft erfolgreich. Durch pointierte Wortmeldungen stößt er immer wieder Debatten an. Schmiedete zuletzt die Grosso-Allianz der Verlage.

Rainer Esser, Zeit Verlagsgruppe: Ausgehend vom Stammgeschäft startet der Geschäftsführer permanent neue Aktivitäten und erschließt zusätzliche Geschäftsfelder für die Marke. 2017 etablierte er ein Bezahlmodell für zeit.de und das Abonnentenprogramm "Freunde der Zeit". 

Thomas Düffert, Madsack Mediengruppe: Der CEO zentralisiert wichtige Bereiche des Unternehmens und positioniert sich zunehmend als Dienstleister für andere in der Branche. Im Tageszeitungsgeschäft, das sich zunehmend konsolidiert, gehört Madsack zu den Taktgebern. 

Tom Buhrow, WDR: Der Intendant scheut sich nicht vor Reformen, probiert neue Formate aus und verändert das Programm. Er setzt beim Umgang mit Gebührengeldern auf Transparenz und steigert so die Akzeptanz für das duale System. 

Yvonne Bauer, Bauer Media Group: Sie führt ihr Familienunternehmen als Verlegerin und Managerin - eine Doppelrolle, die für ein Unternehmen dieser Größe ungewöhnlich ist. Im Stammgeschäft ("Meins") und darüber hinaus belebt Bauer den Markt durch innovative Konzepte.

Mitmachen und wählen!

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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