Philipp Welte macht Zeitschriften mit Leidenschaft

 

Er ist der Herr über renommierte Titel wie "Focus", "Bunte" und "Freundin" und ein geschulter Kommunikator - auch in eigener Sache. Bei den kress Awards ist Philipp Welte, Vorstand Medienmarken National von Burda, nominiert als Medienmanager des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Es wirkt so, als ob sich Philipp Welte, der im Hause Burda einst als stellvertretender Pressesprecher anfing, die große Bühne wirklich liebt. Was er weniger schätzt, ist die Schwarzmeilerei, die viele Medienkongresse prägt. Dann verweist der 55-jährige, der Erfolg gerne auch mal kernig als "Kampfsport" bezeichnet, gern auf die anhaltende Beliebtheit der großen Marken aus seinem Reich, die er in den Verlagsgruppen BurdaNews, BurdaStyle, Burda Home und BurdaLife verantwortet. 

"Die Menschen in Deutschland lieben Zeitschriften", ist Philipp Weltes Credo. "Und sie vertrauen dem Journalismus auch in Zukunft, wenn er mit Leidenschaft gemacht ist." Journalist aus Passion war Welte immerhin lange genug selber: Zunächst absolvierte er ein Volontariat bei der "Südwest Presse", bevor er als freier Journalist arbeitete und 1992 Fernsehreferent beim MDR wurde.

Nach München wechselte er in PR-Funktion, 1996 stieg er bei Burda zum Direkter Kommunikation auf, bevor er rasch auf die eigentliche Verlagsmanager-Seite rückte - zunächst als Geschäftsführer des damaligen Bunte Entertainment Verlags. Den wichtigsten Titel "Bunte" machte Welte damals mit Chefredakteurin Patricia Riekel zum größten People-Magazin Europas. 

In den Burda-Vorstand wurde er 2008 berufen - zwischenzeitlich sammelte er allerdings außerhalb seines Stammhauses bei Axel Springer prägende Erfahrungen. Bei Burda verantwortet er neben den großen Verlagsgruppen unter anderem den Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment, das Content-Marketing-Unternehmen C3, den Werbevermarkter BCN, die BurdaStudios, den Marktforscher Media Market Insights (MMI) und den Zeitschriftenvertrieb.

Als Mann der Allianzen engagiert sich Philipp Welte wie kein Zweiter für Kooperationen der Verlage und die Verständigung untereinander. Beispielhaft dafür steht die Grosso-Koalition von sechs Verlagen, die sich zusammengetan haben, um für eine Modernisierung des Vertriebssystems zu kämpfen: Burda, Bauer, Funke, Klambt, Axel Springer und Spiegel - seit kurzem vervollständigt Gruner + Jahr den Kreis der Koalitionäre - für Philipp Welte ein wichtiges Symbol für die Unteilbarkeit der Branche. Auch wegen dieses Engagements wurde Philipp Welte Anfang November zum neuen Vize-Präsidenten der Zeitschriftenverleger sowie zum Vorstandssprecher für den Fachverband Publikumszeitschriften gewählt.

Philipp Welte zeichnet sich zudem durch seine Fähigkeit aus, ein großes und sehr vielfältiges Verlagsgeschäft durch die Transformation zum Erfolg zu führen. Getrieben wird dieses Wachstum durch ein sehr gesundes, resilientes Magazingeschäft auf der einen und durch das Erschließen neuer, innovativer Geschäftsfelder auf der anderen Seite - wie zum Beispiel das Siegelgeschäft von BurdaNews oder printgetriebener E-Commerce. Tatsächlich ist 2017 für den Verlagsteil von Burda auch insofern ein historisches Jahr, weil erstmals die neuen Erlösquellen den zweitwichtigsten Erlösstrom nach den Vertriebserlösen darstellen.

Als Verfechter seiner Industrie setzt sich Philipp Welte leidenschaftlich für die Zukunft von Zeitschriften ein und macht deutlich, welche tragende Rolle die Verlage für die Sicherung der Meinungs- und Informationsfreiheit in unserer Demokratie heute und in Zukunft spielen.

Philipp Welte ist in der Kategorie Medienmanager des Jahres nominiert.

Begründung kress: Der Vorstand für nationale Medienmarken erweitert das Stammgeschäft erfolgreich. Durch pointierte Wortmeldungen stößt er immer wieder Debatten an. Schmiedete zuletzt die Grosso-Allianz der Verlage.

Zur Wahl des Medienmanagers des Jahres stehen außerdem:

Bernd Reichart, Vox: Der Vox-Geschäftsführer ist der derzeit erfolgreichste Manager im TV-Geschäft. Der Sender ist in die erste TV-Liga aufgestiegen. Besondere Stärke: Die Entwicklung eigener, kreativer Formate. Die Werbe- und Zuschauer-Marktanteile steigen.

Kay Dammholz, Dazn: Der Geschäftsführer bastelt an der Zukunft des Sportfernsehens - mit einem Streamingdienst, der auf den User ausgerichtet ist und ein cleveres Preismodell anbietet. Mit dem Erwerb der Fußball-Champions-League-Rechte ist Dammholz ein Coup gelungen. 

Martin Wunnike, Mittelbayerischer Verlag: Der Geschäftsführer der Mittelbayerischen Zeitung schafft es, eine ungewöhnliche Innovationsfreude in seinem Unternehmen zu fördern. So entstehen neue Erlösquellen (wie Veranstaltungen, Sonderpublikationen), um das Stammgeschäft zu stützen. 

Mathias Döpfner, Axel Springer: Der CEO hat Axel Springer zu einem der wenigen Medienunternehmen entwickelt, die bereits heute fest im Digitalgeschäft verankert sind. Zudem macht er sich als BDZV-Präsident für die Interessen der Branche stark. 

Philipp Justus, Google: Der Vice President Central Europe ist mit Googles Digital News Initiative inzwischen einer der wichtigsten Impulsgeber für technologische Innovationen in der Branche, bis hin zu Paid-Content-Lösungen, an denen derzeit gearbeitet wird. 

Rainer Esser, Zeit Verlagsgruppe: Ausgehend vom Stammgeschäft startet der Geschäftsführer permanent neue Aktivitäten und erschließt zusätzliche Geschäftsfelder für die Marke. 2017 etablierte er ein Bezahlmodell für zeit.de und das Abonnentenprogramm "Freunde der Zeit". 

Thomas Düffert, Madsack Mediengruppe: Der CEO zentralisiert wichtige Bereiche des Unternehmens und positioniert sich zunehmend als Dienstleister für andere in der Branche. Im Tageszeitungsgeschäft, das sich zunehmend konsolidiert, gehört Madsack zu den Taktgebern. 

Tom Buhrow, WDR: Der Intendant scheut sich nicht vor Reformen, probiert neue Formate aus und verändert das Programm. Er setzt beim Umgang mit Gebührengeldern auf Transparenz und steigert so die Akzeptanz für das duale System. 

Yvonne Bauer, Bauer Media Group: Sie führt ihr Familienunternehmen als Verlegerin und Managerin - eine Doppelrolle, die für ein Unternehmen dieser Größe ungewöhnlich ist. Im Stammgeschäft ("Meins") und darüber hinaus belebt Bauer den Markt durch innovative Konzepte.

Mitmachen und wählen!

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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