Yvonne Bauer hält die Familientradition aufrecht

 

Der Familie verpflichtet, wachsam im Medienwandel - bei den kress Awards ist Yvonne Bauer, Verlegerin und Managerin der Bauer Media Group, nominiert als Medienmanagerin des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

In Zeiten, in denen so manches Medienhaus so gerne das nächste große Digitalunternehmen amerikanischer oder asiatischer Gewichtsklasse wäre, behält Yvonne Bauer die Beine auf dem Boden. Als "Verlag" bezeichnet sie das längst Kontinente-umspannende Großunternehmen mit mehr als 600 Zeitschriften, über 400 digitalen Produkten und über 100 Radio- und TV-Stationen. Mit sich selbst als Verlegerin.

Die Bauer Media Group erwirtschaftete zuletzt mit rund 11.500 Mitarbeitern in 20 Ländern einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro. Alles in allem trotzdem im Kern ein Verlag - man kann das eine Untertreibung nennen, aber auch bescheidene hanseatische Zurückhaltung.

Seit 2010 ist die Tochter von Verleger Heinz Bauer selbst Verlegerin im Hamburger Haus. Zuvor und auch weiterhin erfüllte die heute 40-Jährige Management-Funktionen bei Bauer. Seit 2009 war sie bereits Mitglied der Konzerngeschäftsführung, zuvor arbeitete sie in der Vermarktung und im Vertrieb. 

Dabei hat Yvonne Bauer, die in Bamberg Germanistik studierte, selbst auch einen stark an den Inhalten orientierten Hintergrund. Nach ihrem Studium absolvierte sie ein Volontariat beim Buchverlag Hoffmann und Campe und arbeitete dort als Lektorin.

Bis heute liest sie sehr genau - natürlich die eigenen Titel, behält aber auch die Mitbewerber stets im Blick. So erklären sich auch die neuen Titel und Überarbeitungen bestehender Marken, die in enger Zusammenarbeit mit der zupackenden Verlegerin entstehen.

Yvonne Bauer ist in der Kategorie Medienmanager des Jahres nominiert.

Begründung kress: Sie führt ihr Familienunternehmen als Verlegerin und Managerin - eine Doppelrolle, die für ein Unternehmen dieser Größe ungewöhnlich ist. Im Stammgeschäft ("Meins") und darüber hinaus belebt Bauer den Markt durch innovative Konzepte.

Zur Wahl des Medienmanagers des Jahres stehen außerdem:

Bernd Reichart, Vox: Der Vox-Geschäftsführer ist der derzeit erfolgreichste Manager im TV-Geschäft. Der Sender ist in die erste TV-Liga aufgestiegen. Besondere Stärke: Die Entwicklung eigener, kreativer Formate. Die Werbe- und Zuschauer-Marktanteile steigen.

Kay Dammholz, Dazn: Der Geschäftsführer bastelt an der Zukunft des Sportfernsehens - mit einem Streamingdienst, der auf den User ausgerichtet ist und ein cleveres Preismodell anbietet. Mit dem Erwerb der Fußball-Champions-League-Rechte ist Dammholz ein Coup gelungen. 

Martin Wunnike, Mittelbayerischer Verlag: Der Geschäftsführer der Mittelbayerischen Zeitung schafft es, eine ungewöhnliche Innovationsfreude in seinem Unternehmen zu fördern. So entstehen neue Erlösquellen (wie Veranstaltungen, Sonderpublikationen), um das Stammgeschäft zu stützen. 

Mathias Döpfner, Axel Springer: Der CEO hat Axel Springer zu einem der wenigen Medienunternehmen entwickelt, die bereits heute fest im Digitalgeschäft verankert sind. Zudem macht er sich als BDZV-Präsident für die Interessen der Branche stark. 

Philipp Justus, Google: Der Vice President Central Europe ist mit Googles Digital News Initiative inzwischen einer der wichtigsten Impulsgeber für technologische Innovationen in der Branche, bis hin zu Paid-Content-Lösungen, an denen derzeit gearbeitet wird. 

Philipp Welte, Burda: Der Vorstand für nationale Medienmarken erweitert das Stammgeschäft erfolgreich. Durch pointierte Wortmeldungen stößt er immer wieder Debatten an. Schmiedete zuletzt die Grosso-Allianz der Verlage.

Rainer Esser, Zeit Verlagsgruppe: Ausgehend vom Stammgeschäft startet der Geschäftsführer permanent neue Aktivitäten und erschließt zusätzliche Geschäftsfelder für die Marke. 2017 etablierte er ein Bezahlmodell für zeit.de und das Abonnentenprogramm "Freunde der Zeit". 

Thomas Düffert, Madsack Mediengruppe: Der CEO zentralisiert wichtige Bereiche des Unternehmens und positioniert sich zunehmend als Dienstleister für andere in der Branche. Im Tageszeitungsgeschäft, das sich zunehmend konsolidiert, gehört Madsack zu den Taktgebern. 

Tom Buhrow, WDR: Der Intendant scheut sich nicht vor Reformen, probiert neue Formate aus und verändert das Programm. Er setzt beim Umgang mit Gebührengeldern auf Transparenz und steigert so die Akzeptanz für das duale System.

Mitmachen und wählen!

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

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