David Fischer führt eine der wichtigsten Lifestyle-Medienmarken für junge Männer

 

Wenn es einen deutschen Publisher gibt, der international mehr Wertschätzung erfährt als im eigentlichen Heimatmarkt Deutschland, dann ist das Highsnobiety. Gründer David Fischer hat mit großer Leidenschaft eine der wichtigsten Lifestyle-Medienmarken für junge Männer geschaffen. Bei den kress Awards ist David Fischer nominiert als Newcomer des Jahres.

kress-Hinweis: Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Highsnobiety fing 2005 als privater, englischsprachiger Blog über Sneakers und Streetwear. Fischer war damals BWL-Student in Zürich: "Ich wollte schon immer in den Kreativ-Mode-Bereich und wusste genau, was ich gut finde und was mir gefällt." Er sei praktisch in den "für mich perfekten Job hineingeschlittert".

Die Posts der ersten sechs, sieben Jahre stammen fast ausschließlich von Fischer: "Ich habe geschrieben, programmiert, fotografiert, eigentlich alles alleine gemacht", sagt Fischer. Ob das Wort Journalist aber auf ihn passe, das wisse er nicht. Es war vor allem sein großer Ehrgeiz, der Highsnobiety nach vorne gebracht hat.

Die Grundprämisse für Highsnobiety gilt dabei weiterhin: "Wir wollen immer die ersten sein, die über ein neues Produkt, einen neuen Trend schreiben."

Heute sind es täglich eine halbe Million Besucher und 500 Millionen Impressions auf allen Kanälen, die Highsnobiety zu einem bedeutenden Player in dem Bereich machen; 50 Prozent des Traffics kommen aus den USA. Über 100 Mitarbeiter arbeiten für den Independent-Publisher, an dem Fischer, geboren am 21. August 1982 in Feuchtwangen, die Mehrheit hält. 70 Mitarbeiter arbeiten in Berlin, 30 in New York, zudem gibt es in London ein Büro, in Los Angeles wird es offiziell 2018 eröffnet.

Waren es am Anfang vor allem Banner-Anzeigen, mit denen Highsnobiety am Anfang Geld verdiente, sind es nunmehr Native Ads, die sein Content-Team gemeinsam mit den Werbepartnern erstellt. Highsnobiety, betont Fischer, sei seit zwölf Jahren profitabel: "Eigentlich sind wir ein typischer Mittelständler", lacht Fischer. Und betont: Nur wenn etwas finanzierbar bleibt und ins Konzept bleibt, wird auch investiert. Typisch Mittelstand eben und so fern von den Finanzierungsrunden amerikanischer Medien-Startups, die immer wieder Millionen von Investoren besorgen.

Plant Fischer eigentlich einen Verkauf? Inzwischen habe es zwar schon viele Gespräche in Deutschland und in den USA über mögliche Partnerschaften gegeben, sagt Fischer: "Wir müssen sehen, was die Zukunft bringt. Ich würde aber niemals nie sagen. Ob es aber unbedingt ein Verlag sein muss, müssen wir schauen", macht Fischer klar, dass er sich sich auch andere Partner vorstellen kann.

Was würde er anderen Medienmachern empfehlen, die sich ebenfalls selbstständig machen möchten, aber nicht trauen? "Ich arbeite jetzt seit 12 Jahren sieben Tage die Woche, und es fühlt sich nicht an wie Arbeit. Wenn man so eine Leidenschaft entwickeln kann, dann muss man das auch machen. Wer sein Thema gefunden hat, und dafür richtig brennt, sollte es machen", sagt Fischer.

David Fischer ist in der Kategorie Newcomer des Jahres nominiert.

Begründung kress: Gründete mit seinem Lifestyle-Portal eines der wenigen Digital-Angebote, die auf dem englischsprachigen Markt erfolgreich sind.

Zur Wahl Newcomer des Jahres stehen außerdem:

Anna-Beeke Gretemeier, Stern: Wurde als eine der jüngsten Führungskräfte in die Chefredaktion eines Prestigetitels befördert. 

Benjamin Piel, Elbe-Jeetzel-Zeitung: Fällt als Redaktionsleiter einer kleinen Zeitung auf - durch eigene publizistische Ansätze und die Führung des Titels. 

Brian Ruhe, Divimove: Führt als CEO und Co-Gründer eines der größten Influencer-Netzwerke Europas: 1200 Partner, rund 1,5 Mrd. Views pro Monat. 

Can Öz, Socrates: Belebt als ausländischer Verleger mit der Neugründung Socrates den Markt der Sportmagazine.

Daniel Torka, NPG Digital, Südwest-Presse Digital: Belebt als Multi-Geschäftsführer verschiedene Zukunftsfelder, darunter das Digitalgeschäft der Südwest-Presse und den Sender 91.4. 

Dennis Ballwieser, Wort und Bild Verlag: Arbeitet als Geschäftsführer an der Digitalisierung der Traditionstitel Apotheken Umschau und Co. 

Hannah Suppa, Märkische Allgemeine: Schaffte es in diesem Jahr als eine der Jüngsten an die Spitze einer Regionalzeitung. 

Steffen Dörsam, Daniel Minini, Johannes Helminger, Social Sweethearts: Mit monatlich mehr als 300 Millionen Nutzern führen die Gründer eines der erfolgreichsten Content-Start-ups in Deutschland. 

Yannick Dillinger, Schwäbische Zeitung: Entwickelt im schwierigen Umfeld einer Regionalzeitung die digitalen Inhalte weiter.

Ihre Stimme für die kress Awards können alle Empfänger eines kress-Newsletters abgeben und alle, die ein Profil in der Datenbank hinterlegt haben. Wer noch nicht Teil der kress-Community ist, aber mitstimmen möchte: Formlose Mail mit dem Betreff #kressAwards bitte direkt an rebecca.wieser(at)oberauer.com. Sie werden dann zeitnah zur Stimmabgabe eingeladen.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.