Was ist die ideale Redaktion?

 

In Zürich verwirklichen zwei Top-Journalisten den Traum jedes Chefredakteurs: Sie suchen die ideale Redaktion für die beste Zeitung - für die "Republik", die im Januar online an den Start gehen soll. Paul-Josef Raue hat für seine Kolumne die Porträts der Redakteure durchgelesen: Was zeichnet eine ideale Redaktion aus? Und wer sind die idealen Redakteure?  

Zusammen mit Christof Moser (37) gründet Constantin Seibt (50) die Online-Zeitung "Republik". Seibt ist einer der besten Reporter in der Schweiz, der erst in Kolumnen, dann in seinem Buch "Deadline" auch über das Schreiben schreibt - und die Zukunft "der prächtigen, aber sinkenden Galeere des Printjournalismus".

Andrea Arezina ist die erfolgreichste Kampagnen-Entwicklerin in der Schweiz, sie hat das Crowdfunding für die "Republik" organisiert. Sie bleibt dort als Chefin vom Dienst und wird so vorgestellt:

"Arezina ist eine Spezialistin für das Unwahrscheinliche. Und blieb es bei der 'Republik', die beim Start ebenfalls ein Projekt gegen die Wahrscheinlichkeit war. Beim Crowdfunding schlug die 'Republik' dann mit 3,4 Millionen den Weltrekord für Mediencrowdfundings um das Doppelte."

Die Porträts der Redakteure sind eine einzige Liebeserklärung an einen Journalismus, der wichtig ist, aufregend und schön. Und eine Verbeugung vor dem Können und der Professionalität der Redakteure. Welche Redaktion würde so über die Kollegen schreiben? Oder hat es jemals getan?

Die Porträts sind poetische Lebensgeschichten, die man laut vorlesen möchte.. Wer nach der Lektüre keine Lust auf die Lektüre der Zeitung bekommt, sollte bei den Gratiszeitungen bleiben.

Nur manchmal geht den ungenannten Autoren die Lust am bildhaften Erzählen durch: Wie kommt man in wenigen Worten von Hanimann, einem Reporter, zum Spürhund und zur Straßenkatze? "Denn Hanimann ist einer der wenigen Spürhunde, die auch erzählen können. Er schreibt so elegant, zielbewusst und fettfrei wie eine Straßenkatze."

Die folgende Texte sind, von den Überschriften abgesehen, nur leicht angepasste Zitate aus den Porträts.

1. Das Team: Einäugige in einer Hafenkneipe

Die Redaktion soll möglichst gemischt sein: nach Erfahrungen, Alter, Fähigkeiten - und etwa 50:50 in Sachen Geschlecht. Denn zusammen mit zu vielen ähnlichen Leuten hat man keine Chance, den eigenen blinden Flecken zu entkommen. Egal, wie man sich dreht: Je schärfer man hinsieht, desto unsichtbarer wird, was man nicht sieht.

Unser Plan ist, die eigene Blindheit durch einen möglichst geschickten Mix zu bekämpfen. In der Hoffnung, dass aus vielen Einäugigen ein scharfsichtiges Ganzes entsteht. Kurz: das klassische Konzept jeder "Republik".

Die Einäugigen, die wir in den letzten Wochen an Bord geholt haben, kommen aus den verschiedensten Winkeln. Sie wuchsen in den Bergen, der Stadt oder im Internet auf, arbeiteten in so verschiedenen Unternehmen wie der "WOZ" (eine alternative Wochenzeitung, genossenschaftlich organisiert), der NZZ ("Neue Zürcher Zeitung") oder Google; sie sind teils Rechercheurinnen, teils Stilisten, teils beides, teils Programmierer.

Es geht zu wie in einer Hafenkneipe. Wir hoffen damit, dass die Blindheiten weit genug gestreut sind, so dass der zweidutzendäugige Organismus klarsieht.

2. Lebenswege von Journalisten (sind mehr als eine Fußnote des Planeten)

Daniel studierte Biologie. Doch eines Tages, im Labor, als er Bakterien mit radioaktivem Mittel markierte, fragte er sich, ob er das ein Leben lang tun wollte: an einer Fußnote der Forschung mitarbeiten. Das war 1995, die Zeit der ersten Webbrowser. Pfänder verließ das Labor und stieg ins Netz um: Es schien ihm das Tor zur Welt...

Damals arbeiteten bei Google Zürich noch 150 Leute, zehn Jahre später waren es 3000. Und Pfänder fragte sich, ob er nicht schon wieder eine Fußnote war: obwohl er vielleicht die meistgesehenen Fußnoten des Planeten programmiert hatte - die auf den Videos von Youtube. Er fragte sich, ob er nicht - zusammen mit hochintelligenten Technikern - in einer Blase lebte. Er kündigte.

3. Journalisten können nicht organisieren (und müssen es tun)

Andrea ist Chefin vom Dienst, sie  organisiert durch Planung, konzentriert, mit Nerven aus Stahl. Sie weiß, was eine Redaktion braucht - Journalistinnen und Journalisten können vieles, aber kaum je Organisation. Sie wird nun die Chefin vom Dienst: für Pünktlichkeit, Timing, Deadlines. Sie wird zum zentralen Teil des Motors einer neu zusammengesetzten Redaktion.

Das härteste Opfer für sie ist der Verzicht auf Witz. In politischen Sitzungen war sie die Frau, die auflockerte. In der Redaktion ist ihr Job, die Witze zu beenden. Und für das zu sorgen, worum es geht: Produktion.

4.  Sie sind als Reporter hart und nett (und haben keinen Plan B)

Carlos ist Reporter: Sollten Sie ihn kennenlernen, werden Sie beeindruckt sein: von seiner Höflichkeit, seiner Freundlichkeit, seiner guten Laune. Aber Sie haben Pech: Sie werden ihn lesen. Carlos ist der Mann für Geschichten ohne Happy End, sein Gebiet ist das Zähe, Finstere, Uferlose: Justiz, Steuervermeidungsindustrie, Geheimdienste, Lobbys. Er schrieb etwa über die Profiteure im Asylbusiness, die St. Galler Heroinszene oder über den Versuch einer Todesschwadron aus Bangladesch, in der Schweiz Überwachungstechnik zu kaufen (was sein Artikel dann verhinderte)...

Sylke hätte eigentlich lukrativere Möglichkeiten als Journalismus: Sie kennt genug Leute. Sie weiß, wie man es anstellen müsste, Schwarzgeld über diverse Stationen zu verschieben, Schläger in Aserbaidschan anzuheuern, im Nahen Osten zu verschwinden. Mit ihrem Netz aus Informanten von Russland bis ins südliche Afrika und ihrer Kenntnis von Gesetzeslücken könnte sie auch erfolgreich ein Verbrechersyndikat aufbauen. Schon deshalb, weil sie extrem gerne organisiert. Doch die Welt im Schatten macht ihr nur Freude beim Betrachten. Darin zu leben wäre keine Option: "Selbst die, die Geld angehäuft haben, sind unzufrieden. Ich habe keinen Plan B."

5. Sie brauchen Weltkenntnis (und Grönland und Altona 93)

Ariel hatte eine Kleinstadtjugend in der westdeutschen Provinz hinter sich, studierte Philosophie an der Sorbonne, war Deutschlehrer in Granada, Fotograf bei einer Tageszeitung in San Salvador und betrieb in Berlin den "Blue Room", eine der vielen heimlichen Kneipen jener Zeit.  Er besuchte die Henri-Nannen-Schule in Hamburg, danach zog er als freier Journalist nach Japan und Botswana, zu Kokabauern in Kolumbien und Rappern in Rio de Janeiro, er zeltete auf einer Eisscholle vor Ostgrönland und schlich nachts mit jungen Afrikanern zum Grenzzaun von Melilla. Mit 35 wurde er Redakteur bei "Geo", zweifacher Vater und Hobbyfußballtrainer beim Traditionsclub Altona 93.

Mona wuchs zwischen New York und Beirut auf. Sie schrieb über Terroristen, Gauner, Guerilleros, Geldwäscher, Mörder, Kriege und den Nahen Osten; ihre Recherchen führten sie an Orte wie Kolumbien, Tschad und Libyen. Stunden vor der Geburt ihres ersten Kindes las sie Strafrechtsartikel zur Bekämpfung der Geldwäscherei.

2013 beerdigte sie den Journalismus. Sie machte sich als Risikoanalystin selbstständig. Sie recherchierte nun für Firmen. 2015 erschien ihr Buch "Der Tod, das Verbrechen und der Staat" über organisierte Kriminalität in der Schweiz. Im Herbst 2017 entschloss sich Fahmy zu zwei neuen Abenteuern. Sie gründete eine eigene Firma und schreibt wieder, nun für die "Republik": zu Politik und Verbrechen.

6. Sie müssen schreiben können (Finster und hell, genau und schlank)

Carlos Höflichkeit drückt sich für seine Leser vor allem indirekt aus: durch Stil. Egal wie finster der Fall ist, er liest sich hell.

Urs hatte als Volontär beim "NZZ-Folio" gelernt, wie man Texte schreibt: genau, schlank, schnell. Und das genügte. Wie sich herausstellte, war sein Mangel an Erfahrung ein Vorteil.

Ariels Job ist, steinige Artikel so lang zu polieren, bis sie die Schärfe eines Diamanten haben.

7. Sie müssen zuhören können (und ein fruchtlosen Leben führen)

Anja lernte in einem halben Jahr im Schlachthaus mehr als je sonst wo: zurückgeben. Und zuhören. Das  Schlachthaus blieb die beste Universität, die sie je besuchte: Sie gewann ein Ohr für den Slang. Seither kommt sie überall durch, und Milieureportagen sind das, was sie am liebsten macht. Sie hat vor, ein furchtloses Leben zu führen.

Solmaz kann, was selten ist: so gut zuhören wie schreiben. Die Kombination davon ist eine Art Technicolor-Maschinengewehr-Stil: kurze Sätze, farbige Zitate. Beim Schreiben ist der Wienerin die Klarheit so wichtig wie die Fairness: Alle Menschen verdienen Ironie, alle verdienen Respekt.

8. Sie müssen Zahlen mögen (statt gefühlige Argumente)

Olivia ist als Schreiberin die unsentimentalste Romantikerin, die sich denken lässt: Sie liebt die Poesie von Statistiken, Taten und Deals, hasst gefühlige Argumente, und das Schönste scheinen ihr Logistik und Management

9. Sie schätzen Kolumnen (und den Hang zur Schärfe)

Daniels' Kolumne zur Zeit der Finanzkrise wurde eine Mischung aus Theorie und Polemik. Nationalräte schrieben ihm: "Wie können Sie es wagen, mich zu kritisieren? Ich habe noch nie ein Bier mit Ihnen getrunken!" Er erklärt sich das Echo seiner Kolumne mit zwei Dingen. Erstens damit, dass er die Hintergrundliteratur und die Statistiken liest: "Die Leute mögen es, wenn jemand Zusammenhänge bringt." Und zweitens mit seiner reizbaren Persönlichkeit: "Ich habe einen natürlichen Hang zur Schärfe."

10. Sie mögen keine Bildsprache (und einen Hauch Exzentrisches)

Brigittes' Philosophie bei Bildern wie beim Layout: Kein Chichi, kein Bullshit, keine Schnörkel. Und vor allem: keine durchgezogene Bildsprache. Sondern das präzise Bild von Fall zu Fall, je nach Text. Und das nicht als Illustration, sondern als Statement.

Beim Relaunch der "NZZ" reduzierte sie mit einer Hamburger Agentur das Layout auf das Skelett, entfernte alle Schlacken und baute es wieder auf: ohne Schnörkel, ohne Überflüssiges, nur mit einem winzigen Hauch Exzentrischem. Sie blieb als Bildchefin bis 2017. Bei der "NZZ" hatte Meyer ein Team von 15 Leuten und 237 Jahre Tradition im Rücken. Bei der "Republik" startet sie nun mit leichtem Gepäck: mit 0 Leuten und 0 Jahren Tradition.

Andreas ist bei der Auswahl von Bildern ein klarer Gegner einer eigenen Bildsprache. Man müsse von Artikel zu Artikel Bilder jeder Temperatur nutzen: lustig, historisch, klischiert, billig - oder Fotografen engagieren, von Annie Leibovitz bis zu jungen Talenten. "Bilder sind ein Orchester - von Pauke bis Harfe." Dass er keine Ausbildung brauchte, erklärt er so: "Es ist kein Handwerk. Der Job hängt davon ab, dass du nicht aufhörst, dich für die Welt zu interessieren, dass du nicht zynisch wirst, dass die Neugierde nie stirbt."

11. Sie sind liberal (oder Links-rechts?)

Für Olivia ist Liberalismus vor allem Ambivalenz: kein Rezept, sondern der Respekt für die Komplexität, die grundsätzliche Unreinheit der Dinge. Denn bei eindeutiger Lage gibt es keine Entscheidungen. Sie sind nur welche, wenn man einen Preis zahlt.

Daniel gilt bei seinen Feinden als weit links; es erscheint ihm absurd, nur erklärlich durch den starken Rechtsruck des Mediensystems.

12. Sie sind Narzissten (und sonst?)

Lukas, der Software-Entwickler, sagt: "Ein gutes Interface braucht eine heikle Balance: Es macht die Sache einfach. Aber es verkauft die Leute nicht für blöd. Denn das sind sie nicht." Obwohl er "Journalisten mit Abstand für die narzisstischste Berufsgruppe" hält, gibt er der "Republik" eine Chance. Das, weil ihn reizt, etwas von null auf zu entwickeln

13. Sie umgibt ein Hauch von Provinz (im Nagelstudio)

Carlos war Mitarbeiter im "St. Galler Tagblatt", wo er ohne Anstrengung etwas Geld verdienen konnte. Die Stadt St. Gallen verdankt dieser Erkenntnis gefühlte 10.000 Artikel zu Eröffnungen von Secondhandshops, Nagelstudios und Coiffeursalons.

Daniel Pfänder wuchs im Taubertal auf. Dieses liegt in Bayern. Noch heute spricht er den sanften Dialekt seiner Herkunft. Und ihn umgibt ein Hauch von Ruhe und Provinz.

14. Sie kennen Startups (als faszinierende Hölle)

Adrienne kennt Start-ups aus Erfahrung: 2009 war sie bei der Gründung von Politnetz an Bord - und ging drei Jahre durch die faszinierende Hölle von Schlaflosigkeit, Pizzaschachteln und Testen von Ideen. "Politnetz.ch" war der erste Versuch in der Schweiz, eine digitale Plattform für die demokratische Debatte zu bauen.

15. Sie müssen als Chef  überzeugen (und administrativem Irrsinn trotzen)

Mark, der Wirtschafts-Reporter, war Chefredaktor. Als Boss muss er doppelt überzeugen. Erstens seine Leute von seinen Ideen, zweitens persönlich: beim Schreiben. Er bekam einen Journalistenpreis für einen Artikel über die verpassten Chancen nach der Finanzkrise. 2017 kündigte er. Er hatte gesehen, was zu sehen war: Strategien, Dienstpläne, Sparrunden, den ,ganzen administrativen Irrsinn'. Ihn interessierte Neues. Ab Januar schreibt er halb für die "Republik", halb entwickelt er eigene Projekte.

Leseprobe

(Mein Lieblings-Porträt ist das von Olivia Kühni, meine Lieblingssätze die beiden letzten:)

Olivia Kühni, 38, Chefin Analyse und Wissenschaft, wuchs in einer alten Villa in einem Garten mit vielen Geschwistern auf, unbehütet wie Pippi Langstrumpf. Das verschaffte ihr eine lebenslange Neugier auf Organisation: Als Kind interessierte sie sich dafür, wie andere Familien zusammenleben, und wunderte sich, dass jede ihre Art für die Normalität hielt - sie las früh über Religionen, Mythen, Politik. Sie war die Erste ihrer Familie, die ein Gymnasium besuchte, während alle Kindheitsfreunde Lehrlinge wurden.

Mit 17 zog sie für ein Jahr allein nach Kalifornien und verschmolz im Melting Pot: Die unruhige Mischung von Spannung und Hoffnung nahe dem Silicon Valley passte zu ihr. Kein Wunder, machte sie den besten Englischabschluss ihrer Highschool. Es war das prägende Jahr und das, das sie unglücklich machte.

Zurück in der Schweiz fühlte sie sich festgeleimt: eine Zeitreisende, deren Zeitmaschine kaputt ist. Sie ging nach St. Gallen und studierte Internationale Beziehungen: Ökonomie, Staatsrecht, Politik. St. Gallen war eine schlechte Zeit mit guten Noten. Kühni mochte den Druck der Kaderschmiede, aber nicht ihren Mangel an Neugier.

Danach ging sie an zwei Journalismusschulen in Hamburg und Luzern. Nicht, weil Journalismus ihr Traumberuf war, sondern der am wenigsten definierte. Ihren ersten Job hatte sie im Newsnetz, der noch jungen Onlinemaschine von Tamedia: Sie arbeitete erst Schicht am Newsdesk, dann als stellvertretende Nachrichtenchefin, dann in der Wirtschaft. Sie mochte das Pionierhafte - dass sich alles Monat für Monat änderte. Ihre längeren Reportagen schrieb sie für die "Zeit".

2012 ging sie zur "Handelszeitung"; dort machte sie investigativen Wirtschaftsjournalismus: Sie fand etwa als Erste den Beweis, dass die UBS die anderen Banken an die USA verraten hatte. Ihren bisherigen Lieblingsjob bekam sie beim "Schweizer Monat", wo sie stellvertretende Chefredaktorin wurde: Das liberale Magazin änderte mit einem kleinen Team seine Richtung und brachte Fragen statt Besinnungsaufsätze, neue Autoren und Frauen auf dem Titel.

Für die Liberale Kühni ist Liberalismus vor allem Ambivalenz: kein Rezept, sondern der Respekt für die Komplexität, die grundsätzliche Unreinheit der Dinge. Denn bei eindeutiger Lage gibt es keine Entscheidungen. Sie sind nur welche, wenn man einen Preis zahlt.

An der "Republik" schätzt Kühni vor allem das Risiko: "Gefahr ist großartig. Wenn der Ausgang klar wäre, müsste man es nicht machen." In ihrer Funktion als Chefin für Analyse und Wissenschaft wird sie nicht zuletzt die Themen betreuen, die in der Luft lagen, als sie mit 16 in Kalifornien war: Hirnforschung, Genetik, Nerd-Utopien, der Umbau des Menschen durch Biotech und Maschinen. Die Zeit hat die Zeitreisende endlich eingeholt: Ihre Themen von damals sind heute die Themen aller.

Als Schreiberin ist Kühni die unsentimentalste Romantikerin, die sich denken lässt: Sie liebt die Poesie von Statistiken, Taten und Deals, hasst gefühlige Argumente, und das Schönste scheinen ihr Logistik und Management: "Es gibt nichts Berührenderes als die Tatsache, dass die Zeit auf Erden begrenzt ist. Und deshalb gibt es keine existenziellere Frage als die, wie man Ressourcen einsetzt."

Der Autor

Paul-Josef Raue hatte selten so viel Freude bei der Recherche zu seiner Kolumne wie beim Lesen der Redakteurs-Porträts von Projekt R. "Wenn ich 20 Jahre jünger wär, würde ich mich in Zürich bewerben", sagt er, auch wenn ihm Kollegen erzählen, dass deutsche Journalisten in der Schweiz nicht sonderlich gelitten seien. Raue war 35 Jahre lang Chefredakteur, zuletzt in Erfurt, davor in Braunschweig, Magdeburg, Frankfurt/Main, Marburg und Eisenach. Zusammen mit Wolf Schneider gibt er das Standard-Werk "Das neue Handbuch des Journalismus" heraus; sein neues Buch: "Luthers Stil-Lehre". Raue berät Verlage und Redaktionen, speziell Lokalredaktionen, und lehrt an Hochschulen in Trier und Berlin.

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