Ex-"Münchner Merkur"-Chefredakteurin: Bettina Bäumlisberger spricht für Caritasverband

 

Einen neuen Wirkungskreis gefunden hat Bettina Bäumlisberger: Die 57-Jährige Journalistin, lange Jahre in "Focus"-Diensten und von Januar 2014 bis März 2016 "Münchner Merkur"-Chefredakteurin, wechselt nach kress.de-Infos in die PR. 

Bettina Bäumlisberge übernimmt die Leitung der Pressestelle des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising e.V. Ihre Arbeit für den größten Wohlfahrtsverbands Oberbayerns hat sie bereits aufgenommen.

Wie Bettina Bäumlisberger gegenüber kress.de sagte, ist sie seit 1. Dezember an ihrem neuen Arbeitsplatz in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs tätig - gegenwärtig, um eine Übergabe zu organisieren. Die renommierte Publizistin, die aus dem Odenwald stammt, wird Adelheid Utters-Adam, die bisherige Leiterin der Pressestelle und Pressesprecherin des Caritasverbands ablösen. Das Team besteht inklusive der Chefin aus fünf Mitarbeiterinnen.

Der katholische Caritasverband in der Erzdiözese München und Freising wurde 1922 gegründet. Er versteht sich als Dachorganisation mit elf Fachverbänden und zahlreichen Mitgliedern. Gleichzeitig ist er Trägerverband für über 350 eigene Einrichtungen und Dienste. Der Caritasverband deckt das gesamte Spektrum von Hilfeleistungen für Menschen aller Altersklassen, gesellschaftlichen Schichten und Konfessionen ab.

Für Bettina Bäumlisberger bedeutet der Wechsel in die PR zwar eine deutliche Umorientierung von ihrem bisherigen journalistischen Kurs. Erfahrungen in der Pressearbeit und in der Gesellschaftspolitik hat sich allerdings schon reichlich gesammelt: Im Jahr 2010 hatte sie der damalige bayerische FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil in die Landespolitik geholt. Bäumlisberger wurde der Leiterin der Pressestelle und Pressesprecherin im Bayerischen Wirtschaftsministerium. Als die FDP nach der Landtagswahl 2013 nicht mehr den Sprung ins bayerische Parlament schafft, verließ sie damals die unbefristete Stellung.

Hintergrund: Bettina Bäumlisberger hatte in München an der LMU Volkswirtschaft und Kommunikationswissenschaften studiert. Nach ihrem Studium schrieb sie zunächst als freie Journalistin für die "Bayerische Gemeindezeitung", bevor sie 1984 ein Volontariat beim "Münchner Merkur" antrat. 1989 wechselte sie als Politikredakteurin zur Springer-Tageszeitung "Die Welt". 1992 gehörte Bäumlisberger zu den Gründungsredakteuren des Burda-Nachrichtenmagazins "Focus". Ihre Schwerpunkte waren damals die bayerische Landespolitik sowie Wirtschafts- und Sozialpolitik. Nach ihrem politischen Gastspiel fing die Trägerin der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber Anfang 2014 wieder beim "Münchner Merkur" an - als Nachfolgerin für den Chefredakteur Karl Schermann, der damals in den Ruhestand ging. Nach Differenzen mit Verleger Dirk Ippen vor allem über Fragen der crossmedialen Zusammenarbeit der Ippen-Blätter "Münchner Merkur" und "tz" verließ sie das Haus wieder zum 31. März 2016.

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