Wegen vermeintlicher Absprachen aus dem Jahr 2000: Kartellamt durchsucht DuMont-Zentrale

 

Großer Ärger für DuMont-Chef Christoph Bauer: Beamte des Bundeskartellamts haben am Dienstag Büros der DuMont-Mediengruppe durchsucht. Es geht um Absprachen mit dem "General-Anzeiger Bonn".

"Der Sachverhalt geht auf das Jahr 2000 zurück. Es wird untersucht, ob es zwischen der Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser und M. DuMont Schauberg eventuell unzulässige Absprachen gegeben hat und diese gegebenenfalls umgesetzt wurden", heißt es in einer Nachricht an die Mitarbeiter, die Kress vorliegt.

Aufsichtsrat und Vorstand kooperieren mit dem Bundeskartellamt: "Es liegt auch im Interesse unseres Unternehmens, diesen Sachverhalt aus der Vergangenheit lückenlos aufzuklären", erklären Christoph Bauer, Stefan Hütwohl und Otto Christian Lindemann, der Vorstand der DuMont Mediengruppe, die in dem Schreiben versichern, "dass wir alles unternehmen, um den Sachverhalt aufzuklären und Schaden vom Unternehmen abzuwenden." Niemand aus dem aktuellen Vorstand gehörte damals der Unternehmensspitze von DuMont an.

Hintergrund: Zur Mediengruppe mit ihren drei Geschäftsfelder Regionalmedien, Business Information und Digital gehören unter anderem die Medienmarken "Kölner Stadt-Anzeiger", "Kölnische Rundschau", "Berliner Zeitung", "Mitteldeutsche Zeitung", "Express", "Berliner Kurier", "Hamburger Morgenpost". Außer regionalen Anzeigenblättern zählen der DuMont Buchverlag sowie lokale Radio- und TV-Sender wie TV Halle und joiz Germany dazu. Über die Venture-Fonds Capnamic und DuMont Venture ist die Mediengruppe auch an jungen Unternehmen beteiligt. Für DuMont arbeiten 3376 Mitarbeiter.

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