PR-Werkstatt: Wie Sie Nutzer zum Klicken und Teilen von Videos animieren

24.01.2018
 

Sie haben ein gutes Video? Das reicht leider noch nicht. Denn Videos in sozialen Netzwerken verbreiten sich nicht von allein. Die "PR-Werkstatt: Web-Videos" des "PR Report" gibt Tipps, was Sie bei YouTube, Facebook und Co beachten müssen.

Bei YouTube können Sie Videos ähnlich wie Webseiten so optimieren, dass sie in Suchergebnissen möglichst weit oben stehen. Dafür brauchen sie einen aussagekräftigen Titel und eine passende Beschreibung - das sind die Textblöcke, die in der Suche angezeigt werden. Diese sollten am Anfang relevante Suchbegriffe enthalten, die den Inhalt des Videos präzise wiedergeben. 

In der Beschreibung können Sie zudem Links nennen und bei längeren Videos eine Kapitelübersicht oder ein Transkript einfügen. Die Informationen können Sie direkt beim Upload eingeben und im Video-Manager bearbeiten.

Ein gutes Vorschaubild erhöht den Anreiz, Ihr Video anzuklicken. Es kann eine Person oder ein Produkt in Nahaufnahme zeigen und Text oder Grafiken enthalten. Es sollte auch auf kleinen Smartphone-Bildschirmen gut erkennbar sein.

Langeweile bestraft der Algorithmus

Für das Ranking bei YouTube ist die Sehdauer wichtig. Filme, die viele Nutzer möglichst bis zum Ende anschauen, bewertet die Plattform als sehenswert und empfiehlt sie anderen Nutzern, die sich allgemein für das Thema interessieren.

Filme sollten also nicht länger sein als unbedingt nötig. Jede überflüssige oder langatmige Szene erhöht das Risiko, dass Nutzer abspringen und die Bewertung durch den YouTube-Algorithmus sinkt. Auch Nutzerbewertungen und Interaktion können das Ranking bei YouTube beeinflussen. Deshalb wird in vielen Videos zum Teilen und zu Kommentaren aufgefordert. 

Bei Facebook sollte der Text zum Video möglichst kurz und emotional sein. Er kann eine Handlungsaufforderung enthalten. Beim Hochladen ist es ratsam, Stichwörter ("Markierungen") einzugeben, die das Video inhaltlich beschreiben. 

Im Film vorkommende Personen und Orte lassen sich ebenfalls markieren. Unternehmen, die bei Facebook einen Produkt-Katalog erstellt haben, können Waren markieren. Um Fans die Kontaktaufnahme per Facebook Messenger zu erleichtern, können Sie einen entsprechenden Button hinzufügen.

Videos bei Facebook haben eine kürzere Lebensdauer als bei YouTube. Deshalb lohnt es, sie mit zeitlichem Abstand mehrfach zu veröffentlichen, jeweils mit neuem Text. Dazu sollten Sie das Video in der Videosammlung über die Funktion "Beitrag mit diesem Video erstellen" erneut posten. 

Wollen Sie ein Video auf mehreren Facebook-Seiten Ihres Unternehmens verbreiten, empfiehlt sich die Funktion "Crossposting". Das Video wird auf einer Seite gepostet und für die anderen Seiten zum Crossposting freigeschaltet. So teilen es die anderen Seiten nicht, sondern veröffentlichen es als ihr eigenes.

Ohne Moos nix los

Achten Sie bei Instagram auf eine Verschlagwortung mit Hashtags. In Instagram Stories können die typischen Tags mit Orts- und Zeitangaben oder virtuelle Gegenstände eingeblendet werden. Beliebt sind auch virtuelle Masken (Filter), die sich eine aufgenommene Person über das Gesicht legen kann.

Bei Twitter sollten Sie Videos über das Media Studio hochladen. Dort können Sie unter dem Vorschaubild des Video-Tweets Informationen wie Titel, Beschreibung und Handlungsaufforderung eingeben. Im Tweet sollten Sie maximal ein bis zwei aussagekräftige Hashtags verwenden.

Im Idealfall posten Sie ein Video, die Follower teilen es, das Video geht viral. Doch selbst ein perfekt produziertes und optimiertes Video kann in der Masse untergehen. Es kann daher sinnvoll sein, Videos zu bewerben. Dafür muss Ihr Kanal bei YouTube mit einem AdWords-Konto verknüpft sein. 

Dort können Sie zuerst das Video, den Anzeigentext und das Vorschaubild auswählen. Dann legen Sie das Budget und die Zielgruppe nach Alter, Geschlecht, Interesse und Standort fest. Ihre Werbung erscheint unter anderem in Suchergebnissen und Vorschlagslisten. Auch bei Facebook, Instagram und Twitter können Sie ein Video gegen Bezahlung zeigen.

kress.de-Tipp: Der hier zitierte Text stammt von Thomas Roß. Er ist Berater für digitale Kommunikation. Seine Agentur heißt TR3M. Für die "PR Report"-Reihe "PR-Werkstatt" hat Roß "Die besten Tipps und Tricks für Web-Videos" auf 16 Seiten zusammengetragen. Darin geht es auch um "Die 8 häufigsten Fehler", "Die Drei-Sekunden-Regel" , "Visuelles Storytelling", "Die richtige Technik", "9 Tipps für das Filmen mit dem Smarthphone" sowie um Rechtsfragen, gelungene und weniger gelungene Beispiele und die Auswertung der Kennzahlen.

Die "PR-Werkstatt: Web-Videos" können sie hier als E-Paper oder Print-Ausgabe bestellen. Abonnenten des PR Reports erhalten die Werkstatt kostenlos. 

Hintergrund: Der "PR Report" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "PR Report"-Chefredakteur ist Daniel Neuen, Herausgeber Johann Oberauer. 

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