Jamshid Barzegar soll für die Deutsche Welle das Iran-Angebot ausbauen

 

Iran steht aktuell wieder im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit, der Kampf um Meinungsfreiheit in dem Land hält an. Für die Deutsche Welle in Bonn soll nun der renommierte BBC-Journalist Jamshid Barzegar das einschlägige Programmangebot ausbauen. Er wird neuer Leiter der Farsi-Redaktion der DW.

"Iran ist einer der am stärksten reglementierten Zielmärkte der Deutschen Welle", klagt die DW-Programmdirektorin Gerda Meuer. "Die Blockierung unseres Programms durch die Regierung ist völlig inakzeptabel. Erfreulicherweise ist die Nutzung von Zensurumgehungstools in der Bevölkerung weit verbreitet und das Interesse an internationalen Informationsanbietern groß."

In dieser Funktion soll nun Jamshid Barzegar, ein promovierter Politologe, der DW mehr Gehör verschaffen. Er war vor seinem Wechsel an den Rhein zuletzt Senior Iran Analyst und Farsi Editor bei der BBC in London. Zuvor wirkte er unter anderem für Radio Free Europe/Radio Liberty.

Barzegar empfindet es nach eigenen Worten als eine starke Motivation, "Teil der DW-Familie zu sein". Er ist seit fast 30 Jahren als Journalist tätig. Bis 2001 arbeitete er für verschiedene Print-Medien in Teharan, danach wechselte er zur BBC nach London und Wien.

"Unter der Leitung von Jamshid Barzegar wird unsere Farsi-Redaktion mit einer profilorientierten Programmausrichtugn ihre Zielgruppen erreichen und binden", freut sich Gerada Meuer. 

Hintergrund: Die Deutsche Welle in Bonn (Nebensitz: Berlin), der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland, unterhält 30 Sprachredaktionen und beschäftigt dafür multilinguale Experten sowie Journalisten. CEO ist Peter Limbourg.

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