Vernon von Klitzing soll Blackwood Seven auf neuen Kurs bringen

 

Turbulente Tage hat Blackwood Seven Germany, der Münchner Ableger des selbsternannten Markt-Umwälzers aus Dänemark, hinter sich. Ursprünglich war man angetreten, die Mediaagenturen-Branche radikal aufzumischen. Nun wandelt sich Blackwood Seven zum SaaS-Dienstleister für Marketing Analytics. Den neuen Kurs soll Vernon von Klitzing als Managing Director steuern. 

Von Klitzing wird die Geschäfte des Unternehmens in Deutschland verantworten und direkt an Henrik Busch, Mitgründer von Blackwood Seven am Kopenhagener Hauptsitz, berichten. Im Zuge der Neupositionierung nehmen die bisherigen Geschäftsführer Bernhard Becker und Thorsten Stork ihren Hut und verlassen das Unternehmen. 

Blackwood Seven kennt Vernon von Klitzing bereits ganz gut von innen: Er war seit August 2017 Client Service Director in München und betreute in dieser Funktion alle Kunden-Accounts. Zuvor arbeitete der heute 49-Jährige lange für Burda. Seit 1998 hatte er dort unterschiedliche Management-Positionen inne - unter anderem bei Focus Online, Tomorrow Focus und Playboy Deutschland Publishing.

Als COO von "Playboy" wirkte er unter anderem an der Digitalisierungsstrategie mit und positionierte den Männertitel als Lifestyle-Marke. Das Gastspiel des Diplom-Kaufmanns bei Sky im Frühjahr 2017 - er kam als "Vice President Value & Trading" an Bord - war dagegen nur von sehr kurzer Dauer.

Als einen "ausgewiesenen Experten der deutschen Medienbranche" bezeichnet Carl Erik Kjaersgaard, CEO & Co-Gründer von Blackwood Seven, Vernon von Klitzing. 

Hintergrund: Das 2013 gegründete Unternehmen, das sich mittlerweile als Software-Partner versteht, beschäftigt weltweit 150 Mitarbeiter an den Standorten München, New York, Los Angeles, Barcelona und Kopenhagen. Blackwood Seven will in Deutschland Werbungtreibenden einen algorithmusbasierten Modeling-Ansatz zur Verfügung stellen, bei dem unter anderem künstliche Intelligenz und Machine Learning zum Einsatz kommen. Für das klassische Media-Geschäft will man in Deutschland keine Neukunden-Akquise mehr betreiben, allerdings will man Bestandskunden aus dem Media-Bereich weiterhin betreuen.

Ihre Kommentare
Kopf

Ex-Mitarbeiter

28.02.2018
!

"Turbulente Tage" ist mit Verlaub etwas untertrieben, wenn man in Betracht zieht, dass mittlerweile so gut wie die gesamte Belegschaft von Booming, der Agentur aus der Blackwood Seven hervorgegangen ist, gekündigt wurde - inklusive Geschäftsführer und Gründer. Eine einfache Neugründung für Blackwood Seven Germany wäre wahrscheinlich sinnvoller gewesen. Großes Management-Kino!


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