Ehemaliger Bauer-Manager: Christian Fricke macht jetzt in Wein

 

Lange Zeit war unklar, wo Christian Fricke, zuletzt Managing Director für das Digitalgeschäft der Bauer Media Group in Australien und Neuseeland, nach seiner Rückkehr in Deutschland anheuert. Jetzt steht fest - den 38-Jährigen zieht es nach Berlin.

Christian Fricke verantwortet nunmehr die Bereiche Marketing und Vertrieb und bildet gemeinsam mit Co-Founder Stephan Linden die Geschäftsführung des Startups Wine in Black.

"Mit Millionen verkaufter Flaschen ist Wine in Black bereits heute einer der Marktführer im Top-Segment hochwertiger Weine", betont Fricke. "Das Team um Stephan Linden hat in der Vergangenheit Hervorragendes geleistet und ich freue mich darauf, die nächste Wachstumsphase des Unternehmens mitgestalten zu können."

Das Startup Wine in Black gilt nach eigenen Angaben als führender Online-Shop für Premium-Weine. Das Unternehmen ist derzeit in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich sowie der Schweiz tätig. Es bietet ein regelmäßig wechselndes Sortiment von rund 300 Weinen zum Durchschnittspreis von 15 Euro an. Kapitalgeber sind der Operative VC Project A, die VC-Unternehmen Black River Ventures, Bright Capital, e.ventures, Passion Capital und btov, die KfW und die Gründer von kaufDA/Bonial International Group, Christian Gaiser und Tim Marbach.

Florian Heinemann, Partner bei Project A, betont: "Nachdem Wine in Black in den letzten Monaten den Break-Even erreichen konnte, setzen wir nun auf nachhaltiges Wachstum, um die Position von Wine in Black weiter zu stärken. Wir sind überzeugt, dass Christians Erfahrung dabei helfen wird, neue Marktsegmente zu erschließen und Wine in Black weiter zu etablieren."

Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" hatte Co-Founder Stephan Linden Ende 2017 betont, den Umsatz steigern zu wollen. Als Wachstums-Möglichkeiten seien "sowohl Partnerschaften mit Printmedien als auch ein Offline-Verkauf" möglich, notierte die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung.

Wein gilt schon länger auch für die Printbranche als Umsatztreiber. Im Interview mit "kress pro" hatte Burda-News-Geschäftsführer Burkhard Graßmann von der Transformation von Geschäftsmodellen seiner Medien gesprochen und verraten: "Wir sind vor zwei Jahren über ein Media-for-Equity-Modell bei Vicampo in den Weinhandel eingestiegen. Im vergangenen Jahr haben wir über Burda-Marken 600.000 Flaschen Wein verkauft. Über zwei Drittel der gesamten Bestellungen wurden dabei über Focus generiert."

Christian Fricke könnte mit seinen exzellenten Kontakten Wine in Black den notwendigen Schub verleihen und das Berliner Unternehmen im Medienmarkt positionieren; erste Gespräche soll es bereits gegeben haben.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.