Chefredakteur Rudolf Bögel verlässt Ippens "tz"

 

Rudolf Bögel, seit Juli 2006 Chefredakteur der in München erscheinenden "tz", verlässt die Boulevardzeitung. Das erfuhr kress.de aus Unternehmenskreisen.

Rudolf Bögel, Jahrgang 1962, begann seine journalistische Karriere bei der "Süddeutschen Zeitung". Danach war er unter anderem Lokalchef bei der "Abendzeitung München". Im Januar 2003 kam er als stellvertretender Chefredakteur zur "tz München".

Der Vollblut-Journalist gilt als engagierter Vertreter eines starken Lokaljournalismus: "Ich bin überzeugt, dass es mit intelligentem Journalismus gelingt, Zeitungauflagen stabil zu halten. Wir müssen noch nachhaltiger, noch uniquer, noch exklusiver, noch münchnerischer sein, dann haben wir auch eine große Zukunftschance", hatte Bögel einmal gesagt.

Warum es jetzt zu seinem überraschenden Abgang kommt - noch unklar. Eine Anfrage ließ der Zeitungsverlag tz München (Geschäftsführer: Dirk Ippen) bislang unbeantwortet. Wer Bögel nachfolgt, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Herausgeber der "tz", deren Lokalteil eine gemeinsame Redaktion von "Münchner Merkur" und "tz" erledigt, sind Dirk Ippen und sein Geschäftspartner Alfons Döser. Die verkaufte Auflage beträgt 109.011 Exemplare (laut IVW 4/2017). Die Zeitung erschien das erste Mal am 18. September 1968, feiert in diesem Jahr also ihr 50-jähriges Bestehen.

Vor rund zwei Jahren, am 19. Februar 2016, hatte der Verlag mitgeteilt, dass Bettina Bäumlisberger, damals Chefredakteurin vom "Münchner Merkur", das Haus verlässt (kress.de berichtete). Sie war zwei Jahre im Amt. Grund von Bäumlisbergers Ausscheiden war laut Verlag "unterschiedliche Auffassungen über die strategische Zukunftsausrichtung der Zeitung, insbesondere im Hinblick auf die crossmediale Online-Arbeit".

Sie wissen mehr? Schreiben Sie mir persönlich an chefredaktion(at)newsroom.de.

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