Springers Digitalgeschäft wird immer stärker - Döpfner im Geschwindigkeitsrausch

 

In einem Brief an die Mitarbeiter, der kress.de vorliegt, drückt Axel-Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner aufs Gaspedal: "Wir müssen noch mehr auf Technologievorsprung und noch mehr auf Geschwindigkeit setzen." 2017 ist Springer dank des Digitalgeschäfts prächtig gewachsen und hat seine Ziele sogar leicht übertroffen. 

Springers Jahresumsatz stieg um gut acht Prozent auf rund 3,6 Mrd. Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 8,5 Prozent auf 646 Millionen Euro, teilte der Konzern ("Bild", "Welt", "Business Insider") am Donnerstagmorgen mit."

Die Konzentration auf organisches Wachstum, die Nutzung von Synergien im bestehenden Portfolio und zielgerichtete Akquisitionen zeigte Wirkung: Alle operativen Segmente verzeichneten im Berichtsjahr Umsatz- und Ergebnissteigerungen", heißt es in der Mitteilung.

"Unsere starken digitalen Aktivitäten sind weiterhin entscheidend für diesen Erfolg: Sie tragen 80 Prozent zum Ergebnis, fast 72 Prozent zum Konzernumsatz, und beinahe 90 Prozent zu unseren Werbeerlösen bei", schreibt Mathias Döpfner in dem Brief an die Mitarbeiter, den kress.de-Leser exklusiv hier im Original lesen können.

Größter Wachstumstreiber war wieder einmal das Geschäft mit Job-, Immobilien- und Autoportalen. Auf das Rubrikengeschäft entfielen rund 64 Prozent des Ebitda. Die Säule News Media, in der die nationalen Medienmarken "Bild" und "Welt" sowie "Business Insider" zusammengefasst sind, steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro.

Für Axel Springer arbeiten inzwischen weltweit 15.836 Mitarbeiter (Vorjahr: 15.323). Für 2018 erwartet der Konzern eine Umsatzsteigerung im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Auch die Aktionäre können sich freuen. Die Dividende soll um zehn Cent auf 2 Euro je Aktie steigen.

Die Hauptversammlung am 18. April wird zudem über einen Umbau in Springers Kontrollgremium abstimmen. Der Aufsichtsrat will dann die Time-Warner-Managerin Iris Knobloch, 55, und Alexander Karp, Mitgründer und CEO des US-amerikanischen Software-Unternehmens Palantir Technologies, vorschlagen. Sie treten die Nachfolge von Bill Ford, CEO bei General Electric, und des ehemaligen Springer-Vorstandes Rudolf Knepper an.

Der Aufsichtsrat von Axel Springer besteht aktuell aus den folgenden neun Mitgliedern: Dr. Giuseppe Vita (Vorsitzender), Friede Springer (Stellvertretende Vorsitzende), Bill Ford, Oliver Heine, Rudolf Knepper, Lothar Lanz, Nicola Leibinger-Kammüller, Wolfgang Reitzle sowie Martin Varsavsky.

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