"Das passt sehr gut zu uns": Thomas Brackvogel über den geplanten Erwerb der "Lausitzer Rundschau" durch das Märkische Medienhaus

13.03.2018
 

Die Neue Pressegesellschaft, Ulm, beabsichtigt über ihre Tochtergesellschaft Märkisches Medienhaus den vollständigen Erwerb der "Lausitzer Rundschau". Die Zeitung gehört bisher zur Mediengruppe "Saarbrücker Zeitung". Welche Strategie Neue-Pressegesellschaft-Chef Thomas Brackvogel verfolgt... 

Mit dem Kauf der "Lausitzer Rundschau" würde die Neue Pressegesellschaft ihre vorhandenen Aktivitäten in Brandenburg stärken, wo sie über das Tochterunternehmen Märkisches Medienhaus bereits die "Märkische Oderzeitung", den "Oranienburger Generalanzeiger", den "Ruppiner Anzeiger", die "Gransee Zeitung", den "Hennigsdorfer Generalanzeiger" und diverse Wochenblätter herausgibt. Beide Mediengruppen wollen sich zukünftig "im Printbereich noch konsequenter auf ihre regionalen Schwerpunktmärkte konzentrieren".

Thomas Brackvogel, Geschäftsführer der Neue Pressegesellschaft, sieht in der "Lausitzer Rundschau" ein starkes Medienunternehmen, das nah beim Leser ist: "Das passt sehr gut zu uns. In der strategischen Ausrichtung sehen wir viele Parallelen zur Neuen Pressegesellschaft und dem Märkischen Medienhaus. Auch wenn beide Häuser ihre redaktionelle Eigenständigkeit bewahren sollen, könnte hier eine starke Stimme für Brandenburg entstehen. Und allein schon durch die räumliche Nähe erwachsen zahlreiche Möglichkeiten, die Märkte - analog wie digital - noch intensiver zu bearbeiten."

Joachim Meinhold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Saarbrücker Mediengruppe, betont, dass man mit der Neue Pressegesellschaft einen starken und verlässlichen Partner gefunden habe, der mit seinen vielfältigen Aktivitäten in Berlin und Brandenburg über eine sehr gute Basis zur Zukunftssicherung und Weiterentwicklung der Medienhäuser "Lausitzer Rundschau" und "Märkische Oderzeitung" verfüge. Sein Haus wolle den Fokus neben dem internationalen Übersetzungs-, Digital- und Dokumentationsgeschäft von Amplexor stärker auf die Heimatmärkte der "Saarbrücker Zeitung" und des "Trierischen Volksfreunds" ausrichten.

"Sowohl im Saarland als auch im Trierer Raum bestehen aufgrund der hohen Bekanntheit und Akzeptanz unserer Marken große Potenziale. Diese möchten wir mit neuen, innovativen Angeboten im End- und Firmenkundengeschäft noch umfangreicher nutzen und zukunftssicher ausbauen", so Meinhold.

Beide Parteien haben sich abschließend hinsichtlich der Transaktion verständigt; über Details wurde Stillschweigen vereinbart. Der Anteilserwerb bedarf noch der Zustimmung der Gremien der Saarbrücker Mediengruppe und des Bundeskartellamtes.

Hintergrund: Zur Neue Pressegesellschaft mit Hauptsitz in Ulm gehören neben der "Südwest Presse" und dem "Märkischen Medienhaus" 12 Anzeigenblätter sowie umfangreiche Angebote im Online-Bereich. Außerdem engagiert sich die Neue Pressegesellschaft in den Bereichen Radio, Fernsehen, Medienservices und Druck sowie Post und Logistik.

Die mehrheitlich zur Rheinische Post Mediengruppe gehörende Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei mit Sitz in Saarbrücken ist Muttergesellschaft der gleichnamigen Mediengruppe. Sie gibt die Regionalzeitungen "Saarbrücker Zeitung", "Pfälzischer Merkur", "Trierischer Volksfreund" sowie diverse Anzeigenblätter und weitere Verlagsprodukte heraus. Die Unternehmensgruppe ist auch im Bereich der Postdienstleistungen, Telefon- und Branchenbücher, Internet-Portale und IT-Dienstleistungen tätig. Darüber hinaus ist die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei alleiniger Gesellschafter des in Luxemburg ansässigen Übersetzungs- und Content-Management-Dienstleisters Amplexor, der zu den zehn weltweit führenden Anbietern in diesem Segment zählt.

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