Französisches Startup Ownpage: 10 Prozent mehr Traffic durch maßgeschneiderte Newsletter

 

Mit einem Tool zur Personalisierung von Newslettern hat das französische Startup Ownpage binnen fünf Jahren 30 Kunden gewonnen, darunter einige der größten Medienhäuser Frankreichs wie "L'Express" und "La Croix". Jetzt wenden sich die Macher auch dem deutschsprachigen Raum zu. Was die Ownpage-Technik kann und was nicht, analysiert "kress pro" in einem Case.

Der Programmierer und Big-Data-Experte Stéphane Cambon und seine Mitstreiter vom französischen Startup Ownpage haben den Anspruch, jedem User einen einzigartigen Newsletter zu servieren. Per Java-Script lernt ihr Tool mit jeder Interaktion eines Nutzers dazu - selbst wenn dieser sich auf der Seite des Mandanten nicht einloggt bzw. noch gar nicht registriert ist. Sobald die Cookies mit einer E-Mail-Adresse verknüpft sind, kann Ownpage passende Leseempfehlungen für Artikel generieren und per Newsletter verschicken. Je aktiver ein Nutzer ist, desto präziser werden die Empfehlungen mit der Zeit.

Nach Angaben des Ownpage-Gründers Cambon gelingt es seinen Kunden in der Regel, mit Hilfe des Tools den Traffic um 10 Prozent zu erhöhen und meistens auch die Zahl der Newsletter-Abonnenten zu steigern. Bei der französischen Gratiszeitung "20 minutes" habe sich die Klickrate des "La Buzz"-Newsletters durch den Einsatz der Ownpage-Technik sogar verdoppelt, sagt Digitalchef Benjamin Debeuf. Mit "La Buzz" präsentiert "20 minutes" jedem User ein individuelles Menü an personalisierten Inhalten einerseits - und andererseits an Facebook-Beiträgen, die allgemein am meisten Reaktionen hervorgerufen haben.

Obwohl Ownpage mit seinem Produkt der Newsletter-Individualisierung im journalistischen Markt in Frankreich noch weitgehend allein ist, hält Cambon den Markt in seinem Heimatland für demnächst gesättigt. "Daher schauen wir uns aktuell vor allem im deutschsprachigen Raum um", sagt er.

kress.de-Tipp: Der Artikel ist ein Auszug aus einem Case der "kress pro"-Ausgabe 10/2017. Darin stellt Autor Marcus Schuster die Ownpage-Technik vor, berichtet über weitere Anwendungsmöglichkeiten des Tools und von den Erfahrungen französischer Publisher damit. Die "kress pro"-Ausgabe gibt es in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt - und im iKiosk. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

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