"Über den Erfolg entscheidet die Firmenkultur": Die wichtigsten Lehren des Jungverlegers Nikolaus Förster

 

Das zweite Jahr in Folge hat die Impulse Medien Gesellschaft 2017 die Gewinnzone erreicht. Jungverleger Nikolaus Förster ist das gelungen, indem er um das Mittelstandsmagazin "Impulse" herum einen multimedialen Dienstleister aufgebaut und mit vielen Branchenregeln gebrochen hat. In der aktuellen "kress pro" steht, wie er vorgegangen ist und was er dabei gelernt hat.

Nikolaus Förster hat das Magazin 2013 via Management-Buy-out von Gruner + Jahr übernommen. Vertriebs- und Anzeigenerlöse der gedruckten Ausgabe sind nach wie vor Hauptumsatzbringer. Neu hinzugekommen ist das Akademie- und Eventgeschäft, das mit mehr als 10 Prozent zu den Einnahmen beiträgt.

Das sind die drei Lektionen des Jungverlegers seit dem MBO vor gut fünf Jahren:

1. Nachhaltige Entscheidungen bedürfen einer Vision: "Mein Business-Plan vor fünf Jahren war solide, doch das Entscheidende fehlte: eine Vision, die sich nicht in dürren Zahlen erschöpfte, sondern ein inspirierendes Bild einer erfolgreichen Zukunft zeichnete. Das holte ich ein Jahr nach dem Neustart gemeinsam mit meinem Team nach. An dieser Vision 'Impulse 2020' orientiere ich mich bis heute."

2. Über den Erfolg entscheidet die Firmenkultur: "Anfangs richtete sich mein Blick zu stark auf Fakten. Erst durch herausragende Mittelständler in den USA, den 'Small Giants', begriff ich, welche Bedeutung die Firmenkultur hat: Sie ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Entsprechend wichtig ist es mir seitdem ein herausragendes Team aufzubauen, das unternehmerisch denkt."

3. Der Nutzen für Kunden macht den Kern des Geschäftsmodells aus: "Es dauerte ein, zwei Jahre, bis ich das Konzept von 'Impulse' noch schärfer zuspitzte. Mir wurde klar, dass Marken angesichts der grenzenlosen Informationsflut nur noch eine Chance haben, wenn sie einen spürbaren Nutzen stiften - ein hoher Anspruch. Unsere Kampagne 'Impulse zahlt sich aus' dokumentiert deshalb nicht nur, was unsere Recherchen verändern, sondern bringt auch den Kern unseres Geschäftsmodells auf den Punkt."

Eine Reihe von Regelbrüchen hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen heute wirtschaftlich gut dasteht: So hat Förster Prämien für neue Abonnenten von "Impulse" abgeschafft und den Copypreis in knapp vier Jahren von 7,50 auf 19,90 Euro fast verdreifacht - ohne dass es massenweise Abbestellungen oder Beschwerden gegeben hätte. "Unsere Leser haben kein Geld-, sondern ein Zeitproblem", meint Förster. "Sie suchen Relevanz, da spielen ein paar Euro keine Rolle."

kress.de-Tipp: Der Artikel ist ein Auszug aus einem Case der "kress pro"-Ausgabe 2/2018. Darin analysiert Autor Roland Karle Försters Strategie der gezielten Regelbrüche und nennt weitere Beispiele dafür. Die "kress pro"-Ausgabe gibt es in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt - und im iKiosk. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo!

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