Nikolaus Röttger gibt "Wired"-Chefredaktion ab - Marke lebt digital weiter

21.03.2018
 

Moritz von Laffert, Herausgeber von Condé Nast Deutschland, richtet das Technologie-Magazin "Wired" neu aus: Chefredakteur Nikolaus Röttger tritt ab. Die bislang quartalsweise erscheinende Printausgabe wird in der bisherigen Form "vorerst nicht fortgeführt". Die Redaktion wird von Berlin in die Verlagszentrale in München verlegt, "um dort von der digitalen Infrastruktur besser profitieren zu können". 

Künftig will Condé Nast die Scheinwerfer auf die digitalen Angeboten rund um "Wired.de" richten und sich thematisch auf "große disruptive Technologien" konzentrieren. Dabei soll es um Themen wie Blockchain, Internet of Things, Artificial Intelligence oder Mobilitätstechnologien gehen.

"Der klare Fokus auf unser digitales Geschäft wird dazu beitragen, 'Wired' als journalistische Informations- und Orientierungsquelle zu den großen technologischen Umbrüchen unserer Zeit noch schärfer zu profilieren", gibt Moritz von Laffert, Herausgeber von Condé Nast Deutschland, die künftige Richtung vor. "Aus der Erfahrung mit unseren anderen digitalen Marken wissen wir, dass die enge Verzahnung unserer Tech- und Redaktionsteams das Wachstum beflügelt und können damit die Entwicklung von 'Wired.de' noch effektiver unterstützen", so von Laffert weiter.

Nikolaus Röttger, der seit dem Launch in 2014 als Chefredakteur die redaktionellen Angebote sowie die Campus- und Consulting-Services von "Wired" entwickelt, aufgebaut und geleitet hat, wird den Übergang in den nächsten Monaten begleiten. "Nikolaus Röttger ist es gemeinsam mit seinem Team gelungen, 'Wired' Germany als Multi-Plattform-Medium journalistisch aber auch in den Bereichen Campus und Consulting erfolgreich aufzubauen und die Marke am deutschen Markt zu etablieren", betont Moritz von Laffert. Er dankt Röttger "für seine Loyalität und sein anhaltendes, von Erfolg geprägtes Engagement". 

Die Redaktion von Wired.de wird zum Sommer 2018 von Berlin nach München verlegt und soll dann eine neue Redaktionsleitung bekommen. " [...] Wir möchten unser Webangebot mit einer neuen Ausrichtung und Mut zum Ausprobieren zu einer zuverlässigen Anlaufstelle für aktuelle Nachrichten, fundierte Einordnung und Trendprognosen rund um die dominierenden disruptiven Technologien unserer Zeit machen", umreißt Jan Sobota, Digital Director bei Condé Nast, die Pläne.

Hintergrund: Ende Januar hatte Condé Nast bereits mitgeteilt, dass die beiden fürs erste Halbjahr geplanten Print-Ausgaben von "Wired" nicht erscheinen würden. Grund sei eine Neuausrichtung der Markenstrategie.

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