kress "Hall of Future": Alexander Rüben würde gerne Bundestrainer Joachim Löw treffen

 

Beim European Newspaper Congress (13. bis 15. Mai, Wien) werden auch Mitglieder der kress "Hall of Future" vor Ort sein. Zu den Ausgezeichneten gehört Alexander Rüben, Leitung M&A und Business Incubation bei Funke Digital. Im kress.de-Interview verrät Rüben, wo er im alltäglichen Geschäftsleben Parallelen zum Bundestrainer Jogi Löw sieht.

Welche Erwartungen standen am Auftakt Ihrer beruflichen Laufbahn?

Alexander Rüben: Mein Ziel war es, über ein renommiertes Traineeprogramm in eine Management-Position hineinzuwachsen - idealerweise in einer Branche mit sehr guten Zukunftsperspektiven und einem klaren Fokus auf den digitalen Wandel. Ob Medien, Handel oder Industrie stand anfangs nicht fest. Nach ersten Gesprächen, in denen ich tiefere Einblicke in die Situation der Medienbranche bekommen habe, war mir klar, dass hier die Gestaltung der Digitalisierung eine spannende und herausfordernde Aufgabe ist. Die ersten Traineestationen bei Funke, auch in Printbereichen, haben die Eindrücke und letztendlich diese Berufsentscheidung bestätigt.

Was bewegt und motiviert Sie heute in Ihrem Beruf?

Alexander Rüben: Ich komme täglich mit interessanten Persönlichkeiten und deren Ideen in Kontakt. Das Knowhow dieser Menschen in Verbindung mit den neuen technischen Möglichkeiten für das weitere Wachstum der Funke-Gruppe zu nutzen, ist eine große Herausforderung und Motivation zugleich. Natürlich ist es schön mit anzusehen, wenn die Anstrengungen Früchte tragen, das Digitalteam weiter wächst und die Digitalsäule des Unternehmens immer bedeutender wird.

Worauf sollten junge Leute heute achten, die "irgendetwas mit Medien" machen möchten?

Alexander Rüben: Das Feld "Medien" ist heute vielfältiger denn je! Es gibt enorm viel Entfaltungsspielraum für Menschen mit Ambitionen und unterschiedlichen Qualifikationen. Das wichtigste ist meines Erachtens zu erkennen, für was man sich begeistern kann. Andererseits sollte man, wenn es keinen Spaß macht, den eingeschlagenen Weg nicht weiterverfolgen, sondern etwas Neues versuchen. Ich bin überzeugt davon, dass man seinen Job am besten macht, wenn dieser auch Spaß macht und man gleichzeitig überzeugt davon ist, etwas bewegen zu können.

Wer wäre Ihre Wunschverabredung für ein Geschäftsessen? Was stünde ganz oben auf der Gesprächsagenda?

Alexander Rüben: Eindeutig unser Bundestrainer Joachim Löw - nicht nur wegen meiner Fußballleidenschaft, sondern auch wegen der großen Parallelen zum alltäglichen Geschäftsleben: Auf der Agenda würde die kommende Weltmeisterschaft stehen, und Jogis Herausforderung, nach so vielen Jahren sich selbst und seine Mannschaft zu motivieren. Die Fähigkeit, sich in regelmäßigen Abständen neu zu erfinden, die Aufgabe der fortlaufenden Integration von jungen Talenten und der stetige Antrieb, die Mannschaft weiter verbessern zu wollen, sind tolle Themen für einen Abend. Natürlich hoffe ich auch, ein paar gute Geschichten aus der Fußballerwelt zu erfahren.

Im Berufsleben gibt es immer wieder Menschen, die einen fördern und unterstützen. Wer hat Ihnen besonders geholfen? Wem sind Sie dankbar?

Alexander Rüben: Da gibt es einige, zum Beispiel meinen früheren Chef während des Trainee-Programms, Hans-Jürgen Weske (langjähriger Geschäftsführer des Radio-Segments), oder die beiden Funke-Geschäftsführer Michael Wüller und Manfred Braun, welche die Digitalisierung unserer Gruppe aktiv vorantreiben bzw. vorangetrieben haben. Hervorzuheben sind aber zum einen Thomas Ziegler (ehemaliger Funke-Geschäftsführer und CFO). Ihm habe ich unter anderem die Möglichkeit zu verdanken, von Beginn an der Geschichte von Funke Digital Berlin mitwirken zu können. Zum anderen Stephan Thurm (CDO Funke Digital), der mir heute stets mit Ratschlägen und als wichtiger Sparringspartner zur Seite steht. Gleichzeitig gewährt er mir genügend Gestaltungsspielraum im beruflichen Alltag.

Ein Meilenstein meines bisherigen Lebens war . . .

. . . Anfang 2014 der Schritt vom beschaulichen Dorf und "Perle vom Niederrhein" Duisburg-Baerl in die Hauptstadt Berlin zu wechseln. Hierdurch habe ich mich nicht nur beruflich, sondern auch privat weiterentwickelt. War Berlin zu Anfang ein großes Abenteuer, ist es nun zu einer zweiten Heimat geworden, die mir ans Herz gewachsen ist.

Man sagt mir nach . . .

. . . dass ich aufgeschlossen, 100 Prozent ehrlich und ein guter Teamplayer bin. Ab und an kann ich ganz schön ungeduldig sein, aber gehe dabei immer fair mit meinen Mitmenschen um. Der Humor kommt auch nie zu kurz.

In meiner Freizeit . . .

. . . erkunde ich gerne neue Länder und Regionen. Daneben jogge ich regelmäßig durch die Berliner Kieze und verbringe viel Zeit mit Familie und Freunden - auch als Mitglied von Vereinen in meiner Heimat im Ruhrgebiet.

Welches große Projekt steht als nächstes für Sie an?

Alexander Rüben: Das Aufspüren von neuen Geschäftsideen und jungen Unternehmen für unsere Mediengruppe ist das eine. Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, den jungen Gründern und Geschäftsführern auch ein strukturelles und kulturelles Umfeld zu bieten, damit sie ihre unternehmerischen Fähigkeiten vollends (weiter) entwickeln können. Aufgrund des schnellen Wachstums in den vergangenen Monaten wird hier ein besonderer Schwerpunkt für mich in der kommenden Zeit liegen. Zum Glück kommt die Funke-Kultur diesen Anforderungen schon sehr entgegen.

Wo stehen Sie in fünf Jahren?

Alexander Rüben: Vermutlich werde ich dann weiterhin "irgendwas mit Medien machen", in einem innovativen Unternehmen aus der digitalen Szene. Ich kann mit meinen Erfahrungen aus dem vergangenen Jahrzehnt der digitalen Disruption von Medien und meinen Fähigkeiten zum Unternehmenserfolg beitragen. Gleichzeitig sollte mir meine Position auch weiterhin ermöglichen, eigene Ideen umzusetzen und mich ständig weiterzuentwickeln.

kress.de-Tipp: In seine "Hall of Future" hat kress im vergangenen Jahr 25 prägende Medienmacher von morgen aufgenommen, darunter Alexander Rüben, Leitung M&A und Business Incubation bei Funke Digital. Die Ausgezeichneten werden offiziell beim "European Newspaper Congress" in die "Hall of Future" aufgenommen. Beim European Newspaper Congress 2018 vom 13. bis 15. Mai in Wien tauschen 500 Chefredakteure und Medienmanager ihre besten Konzepte aus, berichten über erfolgreiche Cases und diskutieren über Werte und Verantwortung. Das komplette Programm und die Anmeldung finden Sie hier. Der European Newspaper Congress wird vom Medienfachverlag Johann Oberauer, der Stadt Wien und Norbert Küpper, Zeitungsdesigner in Deutschland, veranstaltet.

Zur Person: Alexander Rüben, Jahrgang 1982, leitet seit 2016 den Bereich M&A und Business Incubation bei Funke Digital (Funke Mediengruppe). Dazu gehört das Management des anorganischen Wachstums der Funke Digital, also Identifizierung, Prüfung und Akquisition interessanter Unternehmen (inklusive anschließender Post merger Integration), das Beteiligungsmanagement und die Business Incubation: Konzeption und Umsetzung von neuen Geschäftsideen, unter anderem im Bereich Facebook (Vermarktungsnetzwerk "Wir Lieben...") und Tech-Newsportal Futurezone. Seine Karriere bei der Funke Mediengruppe begann Rüben, der sein Abitur in Duisburg gemacht hat und danach Wirtschaftswissenschaften (Marketing und Unternehmensführung) mit Abschluss Diplom-Kaufmann studiert hat, im Jahr 2008 als Gruppen-Trainee bei der damaligen WAZ Mediengruppe. Von 2010 bis 2012 war er Referent der Gruppengeschäftsführung, dabei unter anderem für die Koordination des Geschäftsleitungskreises zuständig.

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