kress "Hall of Future": Kerstin Weng würde gerne mit Sheryl Sandberg über die Zukunft sprechen

 

Beim European Newspaper Congress (13. bis 15. Mai, Wien) werden auch Mitglieder der kress "Hall of Future" vor Ort sein. Zu den Ausgezeichneten gehört Kerstin Weng, Chefredakteurin "InStyle". Im kress.de-Interview verrät Weng, dass sie auf dem Bahnhof in ihrer Heimatstadt Augsburg ein besonderes Erlebnis hatte.

Welche Erwartungen standen am Auftakt Ihrer beruflichen Laufbahn?

Kerstin Weng: Einen interessanten Job auszuüben, spannende Geschichten zu recherchieren und zu schreiben, um damit Menschen zu unterhalten.

Was bewegt und motiviert Sie heute in Ihrem Beruf?

Kerstin Weng: Mit einem Team ein Magazin zu kreieren, das Leser fühlen lässt, wieviel Leidenschaft darin steckt und das deswegen gerne gelesen wird.

Worauf sollten junge Leute heute achten, die "irgendetwas mit Medien" machen möchten?

Kerstin Weng: Auf eine ausgiebige Recherche bezüglich Möglichkeiten und Zukunft in dem Bereich, den sie anstreben.

Wer wäre Ihre Wunschverabredung für ein Geschäftsessen? Was stünde ganz oben auf der Gesprächsagenda?

Kerstin Weng: Sheryl Sandberg. Gesprächsthema: Die Zukunft.

Im Berufsleben gibt es immer wieder Menschen, die einen fördern und unterstützen. Wer hat Ihnen besonders geholfen? Wem sind Sie dankbar?

Kerstin Weng: Kerstin Greiner (SZ Magazin), Rebecca Casati (damals SZ), Sabine Resch (AMD), Dr. Sabine Hofmann (myself).

Ein Meilenstein meines bisherigen Lebens war . . .

. . . mein erster gedruckter Text in der "SZ" 2005. Ich stand am Bahnhof meiner Heimatstadt Augsburg und realisierte, dass aus mir wirklich das geworden war, was ich mir immer gewünscht hatte: eine Journalistin.

Man sagt mir nach, . . .

. . . dass ich sehr pflichtbewusst bin. Außerdem unordentlich und immer gut gelaunt.

In meiner Freizeit . . .

. . . bin ich auch sehr pflichtbewusst - meinem Fernweh gegenüber.

Welches große Projekt steht als nächstes für Sie an?

Kerstin Weng: Die vollständige Verschmelzung von Print- und Onlineteam innerhalb einer Redaktion.

Wo stehen Sie in fünf Jahren?

Kerstin Weng: Hoffentlich noch immer in einem Büro, auf das ich mich morgens beim Aufstehen schon freue.

kress.de-Tipp: In seine "Hall of Future" hat kress im vergangenen Jahr 25 prägende Medienmacher von morgen aufgenommen, darunter Kerstin Weng, Chefredakteurin "InStyle". Die Ausgezeichneten werden offiziell beim "European Newspaper Congress" in die "Hall of Future" aufgenommen. Beim European Newspaper Congress 2018 vom 13. bis 15. Mai in Wien tauschen 500 Chefredakteure und Medienmanager ihre besten Konzepte aus, berichten über erfolgreiche Cases und diskutieren über Werte und Verantwortung. Das komplette Programm und die Anmeldung finden Sie hier. Der European Newspaper Congress wird vom Medienfachverlag Johann Oberauer, der Stadt Wien und Norbert Küpper, Zeitungsdesigner in Deutschland, veranstaltet.

Zur Person: Kerstin Weng ist seit Februar 2016 Chefredakteurin der Modezeitschrift "InStyle". Nach dem Studium Modejournalismus und Medienkommunikation an der Akademie Mode & Design in München arbeitete sie als freie Journalistin unter anderem für die "Süddeutsche Zeitung", "Neon", "Weltwoche" oder "Woman". Sie war Kulturredakteurin bei "Cosmopolitan" und stieg später bei "myself" und auch "Cover" zur Ressortleiterin auf. 2013 wurde sie mit 30 Jahren zur Chefredakteurin von "Cosmopolitan" berufen, im Januar 2015 zur Chefredakteurin des Online-Modeportals "Stylight".

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