Content mehrfach nutzen: Der Verlag Spektrum der Wissenschaft vergoldet sogar Gratisinhalte

 

Der Verlag Spektrum der Wissenschaft verwertet bestehende Inhalte mehrfach und kommt so auch im Netz zu zusätzlichen Vertriebserlösen. Ein besonderes Kunststück: Der Verlag verkauft sogar einstige Gratisinhalte. "kress pro" hat den Case analysiert.

Für den Verlag Spektrum der Wissenschaft sind Vertriebserlöse die wichtigste Umsatzquelle - doch sie sprudeln nicht mehr so fröhlich wie einst: Das Verlags-Flaggschiff "Spektrum der Wissenschaft" hat in zehn Jahren fast ein Drittel seiner Auflage verloren. Eine Reaktion des Managements darauf ist eine ausgefeilte Strategie, vorhandene redaktionelle Beiträge mehrfach zu verwerten - egal ob digital, gedruckt oder beides.

Dem Management gelingt es sogar, teilweise oder komplett auf seiner Website Spektrum.de kostenlos verfügbare Inhalte zu einem Produkt zu bündeln, für das die Leser zahlen. Die Produktreihe "Spektrum Kompakt" funktioniert nach diesem Prinzip. Sie greift pro Woche stets ein bestimmtes Thema, zum Beispiel Elektromobilität, auf und stellt es Nutzern als Digitalangebot im Shop gegen Bezahlung zur Verfügung. Außerdem erscheinen pro Jahr sechs Magazine aus der Reihe gedruckt. Das funktioniert: Seit 2014 sind in der Reihe rund 170 Einzelausgaben erschienen, die nach Unternehmensangaben zusammen einen Monatsumsatz im fünfstelligen Bereich erzielen.

kress.de-Tipp: Welche weiteren Produkte zur Mehrfachverwertung von Inhalten sich Spektrum-Geschäftsführer Markus Bossle und Chefredakteur Carsten Könneker ausgedacht haben, wie ihre Print- und ihre Online-Redaktion organisiert sind und wie sie Ideen für neue Publikationen finden, hat Autor Guido Schneider für die "kress pro"-Ausgabe 3/2018 recherchiert. Die Ausgabe kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im iKiosk erhältlich. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem Newsletter "kressexpress". Kostenlos abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.