Neues Paid-Modell "Z+" bei "Zeit Online": 30.000 Probe-Abonnenten im ersten Jahr

 

Seit einem Jahr setzt die "Zeit" auf ihr Login- und Bezahlmodell "Z+". Im Gespräch mit "kress pro" zieht "Zeit Online"-Geschäftsführer Christian Röpke eine erste Zwischenbilanz: Der Verlag der Wochenzeitung steigerte auch dank des neuen Ansatzes den Digital-Vertriebsumsatz um 42 Prozent. 

Am 30. März 2017 hat die "Zeit" mit "Z+", einer Mischung aus Freemium- und Metered-Bezahlmodell, losgelegt. Unter www.zeit.de gibt es seitdem neben frei zugänglichen Artikeln auch registrierungspflichtige und abopflichtige Beiträge. Die registrierungspflichtigen Beiträge, mit einem grauen "Z+"-Symbol gekennzeichnet, sind Lesern vorbehalten, die ihre E-Mail-Adresse angegeben haben. Sie können nach der Registrierung eine gewisse Anzahl von Artikeln kostenlos lesen, bis sie zum Abschluss eines Abos aufgefordert werden. Stets abopflichtige Artikel aus "Zeit" und "Zeit Magazin" sind hingegen mit einem roten "Z+"-Symbol gekennzeichnet. Laut Röpke sind etwa 25 Prozent der Inhalte auf zeit.de registrierungs- oder kostenpflichtig, davon sind 80 Prozent graue und 20 Prozent rote "Z+"-Artikel.

463.000 Leser registrieren sich

Allein in den ersten neun Monaten nach dem Start haben sich laut Röpke 463.000 Nutzer registriert, um bestimmte Artikel lesen zu können. Bei 80 Prozent handele es sich um bislang unbekannte Adressen - ein Pfund an Daten, mit dem sich wuchern lässt. "Über eine Registrierung lassen sich Nutzer an die Inhalte heranführen", sagt Röpke. "Auf diese Weise können wir Kundendaten gewinnen und beobachten, dass sich die Nutzer vermehrt eingeloggt auf unserer Seite bewegen." Diese Nutzer hätten eine längere Verweildauer und ein höheres Engagement als nicht eingeloggte Nutzer.

Röpke macht auch Angaben zur Entwicklung der Abos: Jeder dritte neue Abschluss bei den Digital-Abos geht laut Verlag auf die Einführung des "Z+"-Modells zurück. Im ersten Jahr nach dem Start sind via "Z+" 30.000 Probeabos abgeschlossen worden.

kress.de-Tipp: Wie es um die Umwandlungsquoten vom Probe- zum Vollabo bestellt ist, wie Christian Röpke das Bezahlmodell weiter verbessert und mit welchen Angeboten er die Reichweite von "Zeit Online" steigern will, analysiert Autor Uwe Förster in einem Case in der "kress pro"-Ausgabe 3/2018. Sie kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im iKiosk erhältlich. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

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