Radikaler Umbau: Wie der "Spiegel" online endlich relevante Aboeinnahmen erzielen möchte

 

Unter dem Claim "Gutes lesen. Mehr verstehen." bündelt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" ab sofort seine Spiegel+-Anstrengungen, um auch im Netz relevante Abo-Einnahmen zu erzielen. Dafür hat Produktchef Stefan Plöchinger gemeinsam mit "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer und "Spiegel Online"-Chefredakteurin Barbara Hans eine klare Losung ausgegeben - ein Modell für alle, so einfach wie möglich. Das Wettrennen um digitale Abonnenten beginnt heute, für 19,99 Euro pro Monat gibt es die Digital-Flatrate, die sogar monatlich kündbar ist.

"Mit Spiegel+ führen wir in der digitalen Welt weiter, wofür der Spiegel seit seiner Gründung vor über 70 Jahren steht: die Enthüllungen, die Spiegel-Gespräche, die aufregenden Reportagen, die Porträts und Hintergrundberichte. Auf Spiegel + finden Sie die besonderen Geschichten unserer Zeit, verlässlich recherchiert und packend aufgeschrieben von unseren Reportern und Korrespondenten in aller Welt, geprüft von der berühmten Spiegel-Dokumentation", werben Klaus Brinkbäumer und Barbara Hans gemeinsam in einem Brief an die "lieben Leserinnen und lieben Leser".

"Wir haben in den vergangenen zwei Jahren viel über das Verhalten und die Ansprüche unserer Nutzerschaft gelernt. Davon profitieren die Leserinnen und Leser nun auch beim neuen Spiegel+. Das Angebot ist als Flatrate konzipiert und ermöglicht so einen einfachen Zugang zu allen Digitalinhalten des Spiegel und von Spiegel Online. Das neue Vertriebsmodell ist außerdem ein wichtiges Element unserer Strategie, die Digitalinhalte der Spiegel-Gruppe künftig besser zu monetarisieren. Wir werden diese Art der nutzerzentrierten Produktentwicklung konsequent weitergehen und auch Spiegel + laufend optimieren", verspricht Stefan Plöchinger, Leiter Produktentwicklung der Spiegel-Gruppe.

Die wichtigsten Fakten zum Start von Spiegel+

Die digitale Ausgabe des "Spiegel" geht in Spiegel+ auf. Damit stehen viele Geschichten aus dem Nachrichtenmagazin ab Freitag, 18 Uhr, direkt auf der Homepage von Spiegel+ zur Verfügung. Auf der Übersichtsseite ist außerdem die Web-App der digitalen Ausgabe für das gewohnte Leseerlebnis verlinkt. Auch die entsprechenden iOS- und Android-Apps gibt es weiter.

Mit der Einführung des neuen Spiegel+ werden erstmals alle Nebenprodukte des Spiegel auch digital produziert und können so auf allen Endgeräten genutzt werden. Spiegel Geschichte, Spiegel Wissen, Spiegel Expedition, Spiegel Edition, Spiegel Biographie und Spiegel Spezial werden den Leserinnen und Lesern von Spiegel + als Zusatz-Abo angeboten. Der Literatur Spiegel, der Uni Spiegel, das S-Magazin, sowie ausgewählte E-Books sind im Premium-Abo inbegriffen.

Das Daily Update ist ein Gratis-Service für alle Leser von Spiegel Online, der jeden Tag ab 17 Uhr einen verlässlichen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Tages bietet. Ausgewählte Inhalte von Spiegel + sind ein Bestandteil dieses Angebots. Das Daily Update wird auf der Homepage von Spiegel Online ausgespielt und kann als E-Mail-Newsletter, WhatsApp-Nachricht oder Push in der Spiegel-Online-App abonniert werden. Die Video-Kolumne von Harald Schmidt wird es auch zukünftig geben.

Das Abo-Modell: Mit Spiegel+ sollen sich die digitalen Inhalte von Spiegel und Spiegel Online unkompliziert und plattformübergreifend nutzen lassen. Die Printausgabe des Spiegel und die Digitalausgaben der Nebenprodukte lassen sich zubuchen. Die reinen Digital-Abos starten mit einem Gratismonat und sind monatlich kündbar (ähnlich wie Netflix oder Spotify). Lange Abolaufzeiten, bei Druckerzeugnissen bislang üblich, gibt es nicht mehr.

Premium-Abo: Für monatlich 19,99 Euro erhalten Abonnentinnen und Abonnenten von Spiegel + Zugang zu allen exklusiv für Spiegel+ produzierten Inhalte, zur wöchentlich erscheinenden digitalen Ausgabe des Spiegel, zu ausgewählten Texten der zahlreichen Spiegel-Nebenprodukte und zum Daily Update.

Unter-30-Abo: Mit einem Altersnachweis zahlen unter 30-Jährige monatlich nur 11,99 Euro. Das Abonnement wird mit Erreichen des 30. Lebensjahres automatisch in ein reguläres Premium-Abo überführt.

Kombi-Abo: Abonnenten von Spiegel+, die nicht auf die gedruckte Ausgabe des Spiegel verzichten möchten, können das Heft für insgesamt 24,99 Euro im Monat zubuchen. Unter 30-Jährige zahlen für das Angebot 16,99 Euro.

Zusatz-Abos: Leser, die regelmäßig auch vollständige Hefte der Nebenprodukte - Spiegel Geschichte, Spiegel Wissen, Spiegel Edition, Spiegel Expedition, Spiegel Biographie und Spiegel Spezial - erhalten möchten, können die digitalen Ausgaben zum Premium-Abo oder Kombi-Abo für monatlich 30,99 Euro bzw. 35,99 Euro zubuchen.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem Newsletter "kressexpress". Kostenlos abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Kress Pro Magazin
2020/#01

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Madsack-Chef Thomas Düffert sagt, wie er in den kommenden drei Jahren im Zeitungsgeschäft wachsen will. Dazu: Die vier Trends im US-Mediengeschäft -Digitale Abos von Zeitungen und Video-Streaming wachsen, das Werbegeschäft ist stabil.

Inhalt konnte nicht geladen werden.