Rekord-Vergütung für Döpfner und Co.

 

Axel Springer bezahlt sein Management in der Medienbranche mit Abstand am besten, zeigt eine Gehaltsanalyse in der aktuellen Ausgabe von "kress pro". 2017 erhielten die vier Vorstände von Axel Springer zusammen 31,7 Millionen Euro. Aktienoptionen und Pensionszusagen kommen noch obendrauf.

2016 hatte die vier köpfige Springer-Spitze mit Vorstandschef Mathias Döpfner, Jan Bayer (News Media), Julian Deutz (Finanzen und Personal) und Andreas Wiele (Rubrikenmärkte) 19,2 Millionen Euro verdient. In diesem Jahr kam ein Bonus des Private Equity Unternehmens General Atlantic dazu, das 12 Millionen Euro zusätzlich bezahlte. General Atlantic hatte sich 2012 mit 30 Prozent am Online-Rubrikenmarkt beteiligt und im vergangenen Sommer die letzten Anteile  verkauft. Aufgrund des "herausragenden Erfolgs des gemeinsamen Investments" habe man eine "freiwillige einmalige Sonderzahlung ausgelobt", heißt es im Geschäftsbericht von Axel Springer.

Das im MDax kotierte Medienunternehmen schlüsselt als eine der wenigen Ausnahmen nicht auf, was die einzelnen Vorstände verdienen. Nach einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität (TU) München aus dem vergangenen Jahr beträgt die Vergütung des MDax-Vorstandschefs im Durchschnitt 1,8-mal so viel wie die eines einfachen Vorstandsmitglieds. Setzt man diesen Wert an, so hat Springer-Chef Döpfner im vergangenen Jahr 11,9 Millionen Euro verdient. Zusätzlich kommen noch Pensionszusagen (0,6 Mio. Euro) und Aktienoptionen (1,7 Mio. Euro) dazu. Das heißt: Döpfner wurde 2017 mit rund 14,2 Mio. Euro entlohnt. Zieht man den einmaligen Bonus  von General Atlantic, Versorgungszusagen und Aktienoptionen ab, so beträgt die reine Zahlung von Springer an den Vorstandschef mindestens 7,4 Millionen Euro. 

In den vergangenen sechs Jahren ließ Axel Springer sich die Arbeit des Vorstands insgesamt 179,4 Millionen Euro kosten, zeigt eine "kress pro"-Auswertung der Geschäftsberichte. 127,6 Millionen Euro wurden als Vergütung bereits ausgezahlt. 38,8 Millionen Euro betrug der Wert der Aktienoptionsprogramme zum Zeitpunkt der Gewährung. Ob und in welcher Höhe diese ausgezahlt werden, hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung ab.  Dazu kommen noch geschätzte 12 Millionen Euro an Pensionszusagen.

kress.de-Tipp: Die gesamte Analyse der Vergütung des Springer-Vorstands finden Sie in der Ausgabe 4/18 von "kress pro". Die neue "kress pro"-Ausgabe (mit diesen Inhalten) kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im iKiosk erhältlich. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

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Angela Müller

30.05.2018
!

... und bei den Redakteuren und freien Journalisten muss dann gespart werden ...


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