Chefredakteurin Anja Delastik über die neue "Maxi": "Ultimativer Survival-Guide für die Generation Y"

 

"Wenn nicht jetzt, wann dann?" fragt die Bauer-Zeitschrift "Maxi" auf dem Cover der Juli-Ausgabe. Und thematisiert natürlich die Liebe und wie sie länger spannend bleibt. Im Gespräch mit kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük verrät "Maxi"-Chefredakteurin Anja Delastik, was die Leserinnen von der ersten Ausgabe erwartet, die sie federführend verantwortet.

kress.de: Frau Delastik, am Donnerstag erscheint die erste "Maxi", die Sie persönlich verantworten. Zudem bleiben Sie Chefredakteurin von "Cosmopolitan". Was unterscheidet die beiden Magazine?

Anja Delastik: (lacht) Fragen Sie mich lieber, was an den beiden Magazinen gleich ist. Der größte Unterschied liegt sicherlich in der Ansprache der Leserinnen: Das Maxi-"Wir" werden Sie in Cosmo niemals finden, denn Cosmo ist eher Ich-bezogen. Maxi ist der ultimative Survival-Guide für die Generation Y - Cosmopolitan ein Magazin für Fun-Fearless-Females jeden Alters.

kress.de: Dann machen Sie also jetzt morgens die "Cosmopolitan", und nachmittags "Maxi"?

Anja Delastik: Als Journalist wissen Sie ja, dass unsere Tage immer wieder überraschend, anders und unerwartet sind - deswegen ist es nicht ganz so einfach. Aber genau das liebe ich am Blattmachen. Maxi und Cosmopolitan erscheinen am selben Tag - sie laufen also tatsächlich parallel. Aber wir haben uns in der Redaktion schon bestens eingegroovt und schon jetzt gute Prozesse etabliert.

kress.de: Was können Sie in der "Cosmopolitan" machen, was in "Maxi" nicht gehen würde?

Anja Delastik: Nehmen wir die aktuelle Juli-Ausgabe mit Bella Hadid auf dem Cover: Ein Titelstar in Bikinihose käme für Maxi nicht in Frage. Um ein plakatives Beispiel aus dem Text zu nehmen: Freundschaftsthemen finden in Cosmo eher nicht statt. Und wenn, dann mit dem Fokus auf Empowerment - also wie können Frauen sich gegenseitig unterstützen? In Maxi hingegen ist Freundschaft ein ganz essenzieller Bestandteil.

kress.de: Wie haben Sie sich auf die neue Aufgabe bei "Maxi" vorbereitet?

Anja Delastik: Zusammen mit meinem Team haben wir zunächst die Zielgruppe von Maxi - die Generation Y - ganz genau unter die Lupe genommen. Wir haben uns damit beschäftigt, wie diese Frauen ticken, was sie denken, was sie sich wünschen, wo vor sie Angst haben. Erst als wir wirklich verstanden haben, für wen wir Maxi machen, haben wir damit angefangen, am Heft zu arbeiten.

kress.de: Als "kress" gemeldet hat, dass "Maxi" nach München umzieht, mussten Sie fast ein komplett neues Team aufbauen, weil viele Redakteurinnen nicht in München arbeiten wollten. Wie schwer war es für Sie und das neue Team, das "Maxi"-Gefühl weiter aufrecht zu halten?

Anja Delastik: Überhaupt nicht schwer: Maxi ist eine faszinierende Marke mit einer langen Geschichte. Maxi hat Herz und Seele. Genau das macht auch das typische Maxi-Gefühl aus - und das war immer da. Und nicht zuletzt ist Maxi für viele Journalisten ein echtes Lieblingsheft.

kress.de: Werden die Leserinnen "Maxi" wiedererkennen?

Anja Delastik: Auf jeden Fall! Sonst hätten wir etwas falsch gemacht. Magazine müssen sich - genauso wie andere Marken und Produkte - zwar immer wieder neu erfinden und sich den Bedürfnissen der Zielgruppe anpassen. Dabei soll sich das Produkt weiterentwickeln, darf sich jedoch nie so sehr verändern, dass die Zielgruppe es nicht mehr wiedererkennt. Ich finde, bei der neuen Maxi ist uns dieser Spagat extrem gut gelungen.

kress.de: Was haben Sie denn dann an "Maxi" geändert?

Anja Delastik: Wir haben Maxi inhaltlich und optisch überarbeitet. Rein äußerlich werden Sie neue Schriften und Farbwelten sehen, die Maxi ein reduzierteres Aussehen verleihen, das trotzdem verspielt ist. Inhaltlich bietet Maxi jetzt noch mehr Service. Nehmen wir zum Beispiel die Mode: Maxi wird zum Personal Shopper, die Mode in Maxi ist nah- und tragbar. Wir zeigen relevante Streetstyles, eine Mode-Expertin erklärt Trends und beantwortet die Fashion-Fragen der Zielgruppe. Außerdem gibt es ab sofort auch Gesundheits-Themen, Fitness- und Ernährungs-Tipps.

kress.de: Und was ist geblieben?

Anja Delastik: Viele beliebte Rubriken haben wir erhalten. Die lustigen Karikaturen beispielsweise "Ja genau, kenn ich", in denen sich jeder wiederfindet. Zeitgeist-Themen, Herz und Seele sowie die Mode sind auch weiterhin die Kernstücke in Maxi. Und natürlich jede Menge Sommersprossen auf dem Cover!

Die Fragen an Anja Delastik, Chefredakteurin von "Maxi" und von "Cosmopolitan", stellte kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük.

Hintergrund: "Maxi"

Zielgruppe von "Maxi" sind Frauen zwischen 20 bis 39 Jahren. Die verkaufte Auflage von "Maxi" beträgt 130.749 Exemplare (laut IVW 4/2017). Robert Sandmann ist Verlagsgeschäftsführer von Bauer Premium, die Gesamt-Anzeigenleitung liegt bei Lisa Tippelt. Chefredakteurin ist Anja Delastik, Stellvertreterin der Chefredakteurin ist Lara Gonschorowski, stellvertretende Chefredakteurin und Textchefin Birgit Querengäßer; Leiterin des Textressorts ist Anne Oppel; Creative Director ist Melanie Müller, Beauty Director Suzana Dulabic, stellvertretende Beauty Director Christina Valtl, Art Director Stefanie Kastner, stellvertretender Fashion Director Valentina Milakovic. Das Monatsmagazin wird bei Bauers BPW im polnischen Nowogrodziec gedruckt.

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