So viele Visits muss ein Redakteur bei Ippen Digital im Monat schaffen

 

Wenn spätestens am Montag die Chefredakteure deutscher Lokal- und Regionalzeitungen zurück in ihren Redaktionen sind, wird es eine Zahl geben, die für viele Diskussionen in der Konferenz sorgen wird.

Mit einem anspruchsvollen Programm hat am Mittwoch das Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung begonnen. Partner der Veranstaltung, die unter dem Motto "Wenn aus Ideen Lösungen werden" steht, sind in diesem Jahr die "Nürnberger Nachrichten". Zum Verständnis, wer da in Franken zusammengekommen ist: Berthold L. Flöper, Leiter des Lokaljournalistenprogramms, begrüßte in der Messe Nürnberg Journalistinnen und Journalisten mit den Worten, dass sie 7 Millionen verkaufte Exemplare repräsentieren bzw. verantworten.

Zu den Höhepunkten des ersten Tages gehörte das Streitgespräch zwischen dem früheren Chefredakteur der "Frankfurter Neuen Presse", Joachim Braun, und Thomas H. Kaspar, Chefredakteur Ippen Digital. Braun war gut aufgelegt und exzellent vorbereitet, Kaspar konterte gekonnt und verteidigte das Ziel von Ippen Digital, möglichst hohe Reichweiten auf seinen Portalen zu erreichen.

Vor allem diese eine Zahl bleibt im Ohr und sorgte noch den ganzen Tag für viele Diskussionen: jeder Online-Redakteur bei Ippen müsse 2 Millionen Visits im Monat schaffen (Desktop), sagte Thomas H. Kaspar. Bei Mobile würden es dann derzeit 3 Millionen Visits sein, die sie schaffen müssten. Dann trage sich die Redakteursstelle und der Verlag verdiene auch Geld.

Allerdings, und das stoppt dann vielleicht das Herzrasen in einigen Redaktionen: das sei nur mit dem geballten Wissen und der Technik wie Analyse-Tools möglich, die Ippen Digital in den vergangenen Jahren eingeführt habe.

kress.de-Tipp: Thomas Kaspar will seine Onlineredaktion zur modernsten des Landes machen. Im Interview mit "kress pro" sagt er, wie er die Inhalte durch Kennzahlen steuert, wie er die richtigen Mitarbeiter dafür findet und warum er für jeden Artikel sagen kann, wie viel Geld er einbringt. Die Ausgabe 3/2018 kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im Kiosk erhältlich. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

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Ihre Kommentare
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Osman Zöllner

Osman Zöllner

Verdure Medienteam GmbH
Head of Online Marketing

25.06.2018
!

Das Traurige daran ist das, dass messen von KPIs bei vielen Verlagen nach wie vor etwas Besonderes ist. Ich habe hier nichts gelesen das im E-Commerce nicht schon seit Jahren gang und gäbe ist und die Verlagsbranche bewegt sich mittlerweile im E-Commerce sie vertreibt online Waren in ihrem Fall nämlich Content. Ich hoffe wirklich das die Branche, das aufholt, was sie die letzten 15 Jahre verpasst hat. Den das hier ist doch nur die Grundlage.


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