"SZ"-Ressortleiter Frank Müller wechselt in die Bayerische Staatskanzlei

 

Ein rasanter Wechsel in stürmischen Zeiten: Wie kress.de exklusiv erfahren hat, fängt Frank Müller zum 1. Juli auf einem einflussreichen neuen Posten an. Er wird einer der beiden Leiter des Planungsstabes in der Bayerischen Staatskanzlei, die von Staatsminister Florian Herrmann geführt wird. Für "Süddeutsche Zeitung"-Mann Müller ist das ein klassischer Seitenwechsel. 

Der bekannte Journalist, der oft durch meinungsstarke Analysen zur bayerischen Politik auffiel, war bis zuletzt einer von drei stellvertretenden Ressortleitern im Großressort München-Region-Bayern bei der "Süddeutschen Zeitung" und dort zuletzt stärker mit Sonderaufgaben betraut. Müller ist auch ein erfahrener Blattmacher. 

Mit der "SZ" verbindet den heute 56-Jährigen eine lange Wegstrecke. Er volontierte bei der "Süddeutschen Zeitung" und war zunächst Redakteur beim der "SZ"-Wochenzeitung "Münchner Stadtanzeiger", die später eingestellt und mit dem München-Bayern-Teil des Hauptblatts fusioniert wurde. Dort wurde Frank Müller Rathaus-Reporter in München.

Erstmalig verlassen hatte er die "SZ", als er - wie seinerzeit einige renommierte Kollegen - ins Münchner "FAZ"-Büro wechselte, als die Frankfurter ihre Sonntagszeitung "FAS" gründeten. Später kehrte Frank Müller wieder zum Süddeutschen Verlag zurück - als Redakteur beim "SZ Magazin". 

Für die "Abendzeitung" verließ Müller den Verlag dann erneut, um bei dem Boulevardblatt Ressortleiter des ersten Buchs mit den Ressorts Politik/Panorama/Wirtschaft zu werden. Auch damals tat er sich durch teilweise sehr pointierte Kommentare zur bekanntlich immer schon turbulenten bayerischen Innenpolitik hervor. 

Seit 2011 stand Frank Müller erneut in "SZ"-Diensten - über mehrere Jahre als Landtagskorrespondent, bevor er 2016 auf den Posten eines stellvertretenden Ressortleiters wechselte.

Nun also der Gang in die Politik, der für einige Kollegen etwas überraschend kommen dürfte. "Ich will in meinem Leben noch etwas anders machen", sagt Frank Müller zu kress.de. "Einfach mal die andere Seite derselben Medaille kennenlernen."

Hintergrund: Die Bayerische Staatskanzlei wird von dem CSU-Politiker Florian Herrmann geleitet, der auch Staatsminister für Bundesangelegenheiten ist. In der Staatskanzlei angesiedelt ist auch der bayerische Medienminister: Georg Eisenreich, ebenfalls CSU, Staatsminister für Digitals, Medien und Europa. Frank Müller ist kein CSU-Mitglied.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem Newsletter "kressexpress". Kostenlos abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.