Wie waipu.tv-Chef Christoph Bellmer mit Amazon Kasse macht

 

Ein auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegtes Glasfasernetz von deutschlandweit 13.000 Kilometern Länge macht dem Streaming-TV-Anbieter möglich, wovon andere TV-Mitbewerber nur träumen können: waipu.tv-Chef Christoph Bellmer legt im aktuellen "kress pro" sein Geschäftsmodell offen. Er setzt auf Transaktionserlöse und verbindet ausgewählte Werbespots direkt mit Kaufmöglichkeiten im Amazon-Shop.

Im laufenden Programm der derzeit über 70 über waipu.tv verbreiteten TV-Sendern - darunter auch einige Anbieter, die erst dank der Verbreitungshilfe von Christoph Bellmer den Weg in deutsche Wohnzimmer sowie auf Smartphones und Tablets geschafft haben - lässt der TV-Unternehmer derzeit einen "Grey Button" (anders als den aus dem HbbTV bekannten "Red Button") einblenden. Per Knopfdruck wird dann nicht nur das laufende Programm angehalten, das man nach einem möglichen Kauf wieder punktgenau fortsetzen kann. Über eine Direktanbindung zum TV-Sport gelangen interessierte Nutzer direkt in die Amazon-Verkaufswelt und können dort die angepriesenen Produkte gleich bestellen.

Nach mehreren Probemonaten zieht Bellmer eine sehr positive Bilanz des neuen Geschäftszweigs, den er "T-Commerce" nennt: Immerhin beachtliche 3% aller Kunden, die über waipu.tv in den angebundenen Amazon-Shop gelangen, tätigen dort auch den entsprechenden Kauf. "Es findet kein Medienbruch statt", sagt Bellmer, vormals unter anderem New-TV-Chef bei ProSiebenSat.1, im Gespräch mit dem aktuellen gedruckten "kress pro" (05/2018). "Wir bieten eine Shopping-Lösung aus einem Guss, bei der man sofort in der Amazon-Welt landet."

Neben der Kooperation mit dem US-Handelsriesen zeigt sich waipu.tv offen für weitere Anbieter. "Wir könnten Ähnliches mit jeder Online-Handelsbplattform realisieren", sagt der selbstbewusste Unternehmensgründer. Auch mit Vermarktern arbeiten seine Teams derzeit sehr eng zusammen.

kress.de-Tipp: Warum Christoph Bellmer den großen TV-Bildschirm nicht für den "First Screen" hält und warum er den ständigen Alltagsbegleiter Smartphone für die Fernsehvermarktung für viel wichtiger hält, welche weiteren spannenden Kennzahlen sich aus den bisherigen Amazon-Kooperationen ablesen lassen und wohin waipu.tv strategisch als nächstes steuert, erfährt man im ausführlichen T-Commerce-Case im aktuellen gedruckten "kress pro". 

Die Ausgabe 5/2018 kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im iKiosk erhältlich. Per E-Mail kann sie unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

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