Willibald Müller räumt bei der AGF schon wieder seinen Chefsessel

 

Nur ein vergleichsweise kurzes Gastspiel legte Willibald Müller bei der AGF Videoforschung GmbH ein: Den Posten an der Spitze des TV-Quotendienstleisters, der weiterhin mit den Herausforderungen einer Fernsehwelt mit völlig verändertem Nutzungsverhalten hadert, übernimmt Anke Weber, die langjährige Leiterin der AGF-Geschäftsstelle.

Sie war zuletzt Director Operations der AGF GmbH und wird ab sofort neue Geschäftsführerin.

Willibald Müller kam erst Anfang 2017 an Bord. Nun scheidet er "aus persönlichen Gründen" aus, wie es bei der AGF heißt. Der 50-Jährige war vor seiner Zeit bei der AGF CEO von Goldbach Germany und hat dort zwischen April 2015 und seiner neuen Tätigkeit die crossmediale Vermarktung von rund 85 Medienangeboten betreut. Zwischen 2012 und 2015 war Müller Associate Partner bei der Strategieberatung Companion. Zuvor stand er unter anderem in Carat- und MEC-Diensten.

Martin Berthoud, Vorsitzender des AGF-Aufsichtsrats, dankt Willibald Müller nun für seine "engagierte und fachlich versierte Aufbauarbeit in der neuen GmbH-Konstellation". Diese hatte der Geschäftsführer mitgeprägt. 

Hintergrund: Anke Müller ist nun mit den bleibenden AGF-Herausforderungen, namentlich der "Konvergenzmessung von Bewegtbild" und der "Sicherung des Standards des bestehenden Systems", wie Martin Berthoud sagt, betraut. Die 52-Jährige arbeitet bereits seit Januar 1996 für die AGF, vor dieser Zeit war sie fünf Jahre lang in Sales- und Services-Funktionen für Sat.1 tätig. In der AGF Videoforschung GmbH haben sich die Sender ARD, Discovery, Mediengruppe RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media, Sky Deutschland, Sport 1, Tele 5, WeltN24, Viacom und ZDF zusammengeschlossen, um das Fernsehverhalten zu messen.

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