Roland Freund kehrt 2019 als dpa-Landesbüroleiter Bayern nach München zurück

 

Zurück in die weißblaue Heimat: Roland Freund, bislang Stellvertreter von dpa-Chefredakteur Sven Gösmann in Berlin, wird im Februar nächsten Jahres neuer dpa-Landesbüroleiter in Bayern. In München folgt er auf Bernward Loheide, den es nach Stuttgart ziehen wird. Er löst dort Ulf Mauder als Leiter des dpa-Landesdiensts Südwest ab. Mauder wird die Regionalbüroleitung in Moskau übernehmen.

Auf einem sogenannten "Townhall Meeting", zu dem dpa-Redakteure an 161 Standorten per Video zugeschaltet waren, hat dpa-Chefredakteur Sven Gösmann kress.de-Informationen zufolge eben erst Kriterien für die Nachfolge Roland Freunds als Stellvertreter bekannt geben. Wichtig ist für Gösmann demnach einen neuen Kollegen zu finden, der über die Fähigkeit verfügt, die digitale Transformation der dpa voranzutreiben. Die Agentur solle zu einer sogenannten "Media Intelligence Company" werden. Wichtig ist Gösmann die hohe Kunden- und Marktorientierung getreu der Maxime "Kunde first!, dpa second". Außerdem will er die Chefredaktion offenbar verjüngen. 

Wie zu hören ist, kehrt Roland Freund (50) aus familiären Gründen nach München zurück. Dort war der gebürtige Franke in seiner dpa-Karriere schon einmal Korrespondent, ehe er unter anderem als Leiter der dpa-Infografik, Geschäftsführer und Chefredakteur der Finanznachrichtentochter dpa-afx in Frankfurt, US-Reporter in New York, Chef Inland sowie zuletzt seit 2016 als Stellvertreter des Chefredakteurs und Verantwortlicher für Produkt- und technische Innovationen der dpa-Redaktion wirkte. Der Chefredaktion gehört er seit 2010 an.

"Schweren Herzens, aber mit großem Verständnis lasse ich Roland Freund nach München ziehen. Er hat in den vergangenen Jahren an führender Stelle viel bewegt und zur Modernisierung und noch größeren Kundenorientierung unserer Dienste sehr stark beigetragen", sagt Sven Gösmann zu dem Wechsel zum nächsten Jahr. "Tröstlich für mich: Ich verliere zwar einen bärenstarken Stellvertreter, gewinne aber einen außergewöhnlichen Landesbüroleiter und behalte buchstäblich einen guten Freund."

Freunds 50-jähriger Kollege Bernward Loheide hatte den bayerischen Landesdienst seit 2012 geleitet. Er geht zurück in den Landesdienst Südwest nach Stuttgart, wo er zwischen 2005 und 2012 erfolgreich als Regionaler Nachrichtenchef und Nummer zwei des Landesdienstes gearbeitet hatte. 

"Bernward Loheide kommt in eine Region und einen Dienst zurück, die sehr lebendig sind und sich beständig verändert haben und die er dennoch gut kennt – nicht zuletzt, weil seine Familie dort lebt", sagt dpa-Chefredakteur Gösmann. "Mit vielen neuen Impulsen und einem bewährten Team wird er für unsere Kunden in Baden-Württemberg das bestmögliche Angebot erstellen." 

Bernward Loheide arbeitet sseit 1996 für die dpa. Stationen nach dem Studium in Münster und Tübingen (Katholische Theologie, Germanistik und Philosophie) waren zunächst Münster/Osnabrück und Stuttgart. Von 2002 bis 2005 leitete er das dpa-Büro Karlsruhe, ehe er als Dienstchef/Regionaler Nachrichtenchef nach Stuttgart zurückkehrte. Seit 2006 ist Loheide außerdem als Mitglied im Rat für deutsche Rechtschreibung aktiv. Er vertritt dort die Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Nachrichtenagenturen.

Der bisherige Leiter des Landesdienstes Südwest, der 47-jährige Ulf Mauder, wechselt als Regionalbüroleiter zurück nach Moskau. Von dort hatte er schon zwischen 2007 und 2015 berichtet, ehe er die Landesdienstleitung in Stuttgart übernahm. Er folgt dort auf Friedemann Kohler (57), der als Korrespondent nach Bremen geht.

"Russland und die Nachfolgestaaten der Sowjetunion sind eines der wichtigsten Berichtsgebiete für die dpa", so Sven Gösmann. " Deshalb ist es gut zu wissen, dass mit Ulf Mauder ein profunder Kenner dieser Weltregion aus Moskau berichtet. Friedemann Kohler gebührt großer Dank für seine verlässliche Arbeit in schwierigen Zeiten in Moskau."

Mauder stammt aus Halle an der Saale und hat in Leipzig, London und Moskau Journalistik, Psychologie, Kommunikations- sowie Übersetzungswissenschaft studiert. Er volontierte bei der "Leipziger Volkszeitung" und wurde zunächst Lokal- und Ausbildungsredakteur bei der "Braunschweiger Zeitung". Seit 2001 gehört er der dpa-Redaktion an, für die er schon einmal aus Stuttgart berichtete. 2007 wechselte Ulf Mauer als Auslandskorrespondent nach Moskau. Die Büroleitung dort übernahm er im Jahr 2009. 

Hintergrund: Die Deutsche Presse-Agentur wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. Rund 1000 Journalisten arbeiten von mehr als 160 Standorten im In- und Ausland aus. Gesellschafter der dpa sind 180 deutsche Medienunternehmen. Die Zentralredaktion unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die Geschäftsführung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist David Brandstätter (Main-Post GmbH, Würzburg).

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