"Disrupt yourself": Mathias Müller von Blumencron fängt als "Tagesspiegel"-Chefredakteur an

22.08.2018
 

Der bisherige "Tagesspiegel"-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff wechselt in den Kreis der Herausgeber zu Giovanni di Lorenzo und Sebastian Turner. Neu in der Chefredaktion: Mathias Müller von Blumencron.

Mathias Müller von Blumencron wird gemeinsam mit Lorenz Maroldt Chefredakteur der Hauptstadtzeitung. Von Blumencron arbeitete bis Ende des vergangenen Jahres bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (kress.de berichtete). Seit 2013 wirkte er dort als Chefredakteur Digital Produkte, gestaltete das digitale Angebot der Zeitung neu und entwickelte Produkte wie das Bezahlangebot "FAZ Plus" und die App "Der Tag". 

Müller von Blumencron wurde am 23. Juli 1960 in Hamburg geboren. Nach einem Jurastudium und Studium der Betriebswirtschaftslehre in St. Gallen, Hamburg und Kiel begann er eine journalistische Ausbildung auf der Henri-Nannen-Schule, anschließend war er Redakteur bei "Capital" und "Wirtschaftswoche". Seit 1992 wirkte er beim "Spiegel", zunächst als Redakteur im Ressort Deutschland II, dann als Korrespondent in Washington und New York. Von September 2000 an war er Chefredakteur von "Spiegel Online", von 2008 bis April 2013 Co-Chefredakteur des "Spiegel". 

Von der "FAZ" verabschiedete sich Müller von Blumencron, der bei Twitter das Motto "Disrupt yourself" verwendet, mit diesen Worten: "Es war ein Privileg, dieser Zeitung beim digitalen Aufbruch zu helfen und es war eine Freude, gemeinsam mit einer leidenschaftlichen Redaktion und einem neu aufgestellten Verlag die Zukunft zu gestalten. Nun ist es Zeit, weiterzuziehen".

Beim "Tagesspiegel" soll Müller von Blumencron im Lauf des zweiten Halbjahres 2018 zusammen mit Lorenz Maroldt die Chefredaktion übernehmen.

"Mathias Müller von Blumencron ist eine exzellente Wahl, um das Profil des 'Tagesspiegels' als Leitmedium der Hauptstadt weiter zu schärfen", betont "Tagesspiegel"-Herausgeber Sebastian Turner. Und Verleger Dieter von Holtzbrinck dankt der bisherigen Doppelspitze um Stephan-Andreas Casdorff und Maroldt für den "großartigen Erfolg": Der "Tagesspiegel" habe kontinuierlich die beste Auflagenentwicklung aller deutschen Tageszeitungen.

Hintergrund: Der "Tagesspiegel" gehört - wie die "Zeit", das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" zur DvH Medien GmbH von Dieter von Holtzbrinck. "Der Tagesspiegel" hat eine verkaufte Auflage von rund 110.000 Exemplaren (laut IVW).

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