Healthcare-Chef Martin Flörkemeier verlässt Edelman

24.08.2018
 

Die Liste der Abgänge bei Edelman Deutschland wird immer länger: Im Laufe des Jahres wird auch der langjährige Healthcare-Chef Martin Flörkemeier die Agentur verlassen. Dies berichtet der "PR Report".

Martin Flörkemeier ist ein Edelman-Urgestein. Seit mehr als 20 Jahren ist er bei der Agentur, stieg als Praktikant und Trainee ein. Seit 2003 verantwortet er den Bereich Gesundheitskommunikation in Deutschland und seit 2013 als Managing Director das Frankfurter Büro.

Unter seiner Führung wurde Edelman zum Marktführer im Bereich Healthcare. Im Pfeffer-Ranking liegt die Firma in diesem Segment mit einem Honorarumsatz von knapp 9,6 Millionen Euro auf dem ersten Platz. Laut der Rangliste steht das Geschäft für rund ein Drittel des gesamten Honorarumsatzes der Agentur.
 
Bis die Nachfolge geklärt ist, übernimmt Digitalchef Andreas Kloevekorn die personelle Verantwortung für den Bereich Healthcare, in den laut Edelman weiter investiert werden soll.
 
Ein weiterer Abgang ist Andreas Martin. Er wird, wie vom "PR Report" berichtet, zu Roland Berger wechseln. Martin kam im Zuge der Ergo-Übernahme zu Edelman, gilt als Experte für Finanzkommunikation und leitet den Sektor Corporate Reputation. Bis die Nachfolgefragen im Bereich Corporate feststehen, übernehme der neue Deutschland-CEO Ernst Primosch die Leitung, hieß es. Auch in diesem Segment kündigte die Agentur eine personelle und inhaltliche Stärkung an.
 
"Sowohl Andreas Martin als auch Martin Flörkemeier haben maßgeblich daran mitgearbeitet, Edelman zur führenden unabhängigen und internationalen Kommunikations- und Markenberatung in Deutschland zu machen", sagte Primosch.
 
Edelman, nach Honorarumsatz die Nummer vier im deutschen Markt mit weitem Abstand zum Führungstrio, wirkt derzeit angeschlagen. Als die Agentur in der Karwoche die Knall-auf-Fall-Demission von Primosch-Vorgängerin Susanne Marell und die Schließung des München-Büros kundtat, gingen Schockwellen durch die Belegschaft. Offiziell hieß es, Marell gehe nach mehr als fünf Jahren von sich aus. Keine Entscheidung über Nacht, sondern ein längerer Entwicklungsprozess mit offenen Gesprächen, wie die 54-Jährige sagte: "Ich kam mir in den vergangenen Monaten vor wie ein Excel-Sheet auf zwei Beinen. Da stellte sich zunehmend die Frage, wie viel Freude und Spaß das noch macht, zumal der Spielraum für die Integration und Transformation der Agentur zunehmend kleiner und der Markt schwieriger wurde." Indes: Kurz nach dem Marell-Abgang meldete Edelman einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf knapp 30 Millionen Euro.
 
Im Mai hat auch Astrid von Rudloff die Agentur verlassen. Von Rudloff war seit dem Zusammengehen von Edelman und Ergo als Chief Client Relations Officer Mitglied der Geschäftsführung. Zuvor war sie CEO von Ergo und davor lange Jahre Deutschland-Chefin von Weber Shandwick.

kress.de-Tipp: Der "PR Report" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "PR Report"-Chefredakteur ist Daniel Neuen, Herausgeber Johann Oberauer. Die neue Ausgabe des "PR Report" ist als E-Paper oder Printausgabe oder im iKiosk erhältlich.

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