Programmdirektor Carsten Göttel geht bei Super RTL von Bord

 

Super RTL, der Marktführer auf dem deutschen Kinderfernseh-Markt mit Sitz in Köln, muss künftig ohne seinen Programmdirektor Carsten Göttel auskommen. Die Trennung ist bereits vollzogen. Göttel geht nach über 20 Jahren. 

Wer auf ihn nachfolgen und bei Super RTL seine bisherigen Aufgaben übernehmen wird, steht offenbar noch nicht fest. Wohin es Carsten Göttel zieht, ist ebenfalls noch unklar.

Allerdings geht Göttel mit warmen Worten von Super RTL-Geschäftsführer Claude Schmit, der mit ihm lange eng zusammengearbeitet hat. Schmit betont den "herausragenden Beitrag", den der Programmexperte für den Erfolg des Hauses geleistet hat. "Carsten Göttel hat die Entwicklung unseres Unternehmens zur Kinderunterhaltungsmarke Nummer eins von Anfang an begleitet und in seiner Rolle als Programmdirektor maßgeblich mit gesteuert", lässt sich Claude Schmit zitieren. "Der Erfolg der unangefochtenen Marktführerschaft in der Kinderzielgruppe im linearen TV ist in Zeiten voranschreitender Fragmentierung nicht hoch genug einzustufen. Wir bedauern sehr, dass Carsten das Unternehmen verlässt und wünschen ihm für seine berufliche wie private Zukunft alles Gute."

Der gebürtige Duisburger hatte einst an der Uni Essen Kommunikationswissenschaften, Politik und Philosophie studiert und begann seine TV-Karriere zwischen 1988 und 1990 als freier Redakteur für das Landesstudio Düsseldorf des ZDF. 1992 wurde er Sendeleiter bei RTL II, bevor er 1993 zunächst zu Vox, dann 1994 zu Super RTL wechselte, wo er zunächst Programmplaner war und 1995 zum Leiter der Programmplanung & Entwicklung aufstieg. Seit Mai 2005 war Carsten Göttel Programmdirektor und Mitglied der Super RTL-Geschäftsleitung.

Hintergrund: Super RTL ging 1995 erstmalig auf Sendung. Der Privatsender aus der Mediengruppe RTL beschäftigt rund 130 Mitarbeiter. Geschäftsführer ist Claude Schmit. Aktuell geht der Sender eigenen Angaben zufolge durch einen Umstrukturierungsprozess.

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