"25 wundervolle Jahre": Klaus Brinkbäumer wird den "Spiegel" verlassen

15.10.2018
 

Der Spiegel-Verlag und Chefredakteur Klaus Brinkbäumer gehen getrennte Wege. Nach intensiven Beratungen habe man sich auf eine Beendigung des Vertragsverhältnisses zum 31. März 2019 geeinigt, so der Verlag. 

Bis zum März 2019 wird Klaus Brinkbäumer dem Spiegel-Haus als Autor verbunden bleiben. 

Der Verlag bedankt sich bei Klaus Brinkbäumer für dessen leidenschaftlichen Einsatz der letzten mehr als 25 Jahre, in denen er durch seine Arbeit in Krisengebieten, an zahlreichen Titelgeschichten und durch preisgekrönte Reportagen das Blatt geprägt habe. Unter Klaus Brinkbäumers Führung seien herausragende Geschichten wie "Das Kartell" und die "Schulz-Story" oder Titelbilder wie das mehrfach ausgezeichnete "America First" entstanden. Klaus Brinkbäumer sei es zu verdanken, dass der "Spiegel" optisch erneuert und das Investigativ-Netzwerk EIC gegründet wurde. Auch seine Verdienste für das digitale Bezahlangebot Spiegel Plus seien hervorzuheben, betont der Verlag. 

Brinkbäumer schreibt an diesem Montag auf Twitter: "Meinen Kolleginnen & Kollegen, meinen Freundinnen & Freunden beim Spiegel danke ich für 25 wundervolle Jahre. And now: off to New York City."

Im Januar 2015 wurde Klaus Brinkbäumer zum Chefredakteur des "Spiegel" berufen. Studiert hat er an der University of California, Santa Barbara/USA. 2007 ging er als Korrespondent des "Spiegel" nach New York. Im Januar 2011 wurde er als Textchef Mitglied der Chefredaktion des "Spiegel" und ab 1. September 2011 stellvertretender Chefredakteur.

Hintergrund: Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass hatte bereits im vergangenen August die Chefredaktion und die Unternehmensleitung neu geordnet und den Start der gemeinsamen "Spiegel"-Redaktion angekündigt (kress.de berichtete). Die gemeinsame Redaktion von "Spiegel" und und "Spiegel Online" soll im Januar 2019 unter neuer Leitung starten. Steffen Klusmann (Vorsitzender), Barbara Hans und Ullrich Fichtner bilden die "Team-Chefredaktion" und bereiten bereits die Integration von Print und Online vor. Mit dem bisherigen "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer sollten Gespräche über eine neue Aufgabe beim "Spiegel" geführt werden. Das Ergebnis der Gespräche steht jetzt fest.

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