ProSiebenSat.1-Portal 7TV verliert Co-Geschäftsführer Alexander von Woikowsky

 

Ein Rückschlag im Rennen um die neuen aus Deutschland kommenden Streaming-Angebote, die Netflix und Amazon Prime Paroli bieten sollen: Beim ProSiebenSat.1-Angebot 7TV, das im kommenden Frühjahr in Kooperation mit Discovery Communications und möglichen weiteren neuen Partnern, durchstarten soll, geht Alexander von Woikowsky von Bord. Er führte das Unternehmen bislang zusammen mit Alexander Vassilev.

Sein Co-Geschäftsführer Vassilev war erst Anfang des Jahres von Google gekommen, um 7TV nach vorne zu bringen. Er wird nun "interimsweise", wie es bei ProSiebenSat.1 heißt, das Unternehmen alleine als CEO führen. Sehr wahrscheinlich, dass ihm schon bald wieder ein neuer Partner zur Seite gestellt wird.

Das Ausscheiden von Alexander von Woikowsky bedauert man in München-Unterföhring, wie es bei ProSiebenSat.1 heißt. Er arbeitete bereits seit 2012 für das Medienhaus, zuletzt verantwortet er auch die Geschicke von Maxdome. Das Abrufportal soll dem Vernehmen nach in dem neu gestalteten Angebot 7TV aufgehen. Dort war von Woikowsky nicht nur Co-Geschäftsführer, sondern auch Chief Content Officer.

Wie 7TV aussehen könnte und welche Services geplant sind, verriert "kress pro" (Ausgabe 6/2018) zuletzt Stefanie Lüdecke, bei ProSiebenSat.1 Mitglied der ProSiebenSat.1 Digital-Geschäftsführung. "Wir haben verstanden, dass die Nutzer auch an einer übergreifenden Plattform Interesse haben", sagte sie im Interview mit"kress pro", in der sie auch ausführlich auf die neue HbbTV-Strategie von ProSiebenSat.1 einging. "Wir sehen eine starke Nachfrage nach lokalem Content und daher auch die große Chance für eine nationale TV-Plattform im Markt", so Lüdecke. 

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