Wie "Hohe Luft"-Chefredakteur Thomas Vašek 20 Prozent Zusatz-Umsatz macht

 

Thomas Vašek, Chefredakteur des Philosophie-Magazins "Hohe Luft" aus dem Verlag Inspiring Network, dehnt die Arbeitsbereiche eines Chefredakteurs sehr weit aus – bis hin zu Corporate-Publishing-Produkten, Führungskräfte-Coachings und praktischer "Überlebenshilfe für Unternehmen". Im "kress pro"-Gespräch lässt er hinter die Kulissen blicken und erklärt den kreativen Umsatz-Mix seines Titels.

"Manchmal ist es sicherlich ein Spagat", sagt Vašek über seine etwas ungewöhnliche Rollenaufteilung. Neben dem klassischen Tagesgeschäft, sein anspruchsvolles Magazin "Hohe Luft" herauszubringen, organisiert er mit seinem kleinen Münchner Teams Manager-Workshops, Veranstaltungen, engagiert sich aber auch für aufwändige Corporate-Publishing-Projekte - darunter Geschäftsberichte für deutsche Mittelständler, die Interesse an "philosophischem" Content haben.

"Ich sehe mich als Chefredakteur", bekräftigt er zwar im Gespräch mit "kress pro" (Ausgabe 8/2018). "Ich bin aber fest davon überzeugt, dass zur Aufgabe eines klassischen Chefredakteurs heutzutage ein paar wichtige andere Dinge hinzukommen – vor allem bei einer so außergewöhnlichen Marke wie 'Hohe Luft'". Zusatzangebote wie die "Hohe Luft Business Class" mit ihren Workshop-Programmen liefern dem Verlag einen erheblichen Zusatz-Umsatz. Rund 80 Prozent erzielt der Verlag mit dem Magazin, den Rest steuern die Nebengeschäfte bei, sagt Anke Rippert, Gesellschafterin bei Inspiring Networks ("Emotion").

Für Thomas Vašek ist die Arbeit mit neuen Erlösquellen allerdings auch ein anregender intellektueller Kitzel, wie er im "kress pro"-Case schildert. "Ich sehe solche Aufträge immer als interessante Herausforderung. Gerade die Verbindungen zum Alltagsgeschäft machen sie spannend. Das ist nicht selbstverständlich. Früher hätte ich sicher gesagt: Ich bin doch nicht verrückt, gehe zum Kunden und mache für ihn Dinge wie einen Geschäftsbericht", so der Chefredakteur.

"Aber die Zeiten haben sich geändert. Als Philosophie-Magazin beschäftigen wir uns naturgemäß sehr viel mit Theorie, mit Denken und mit dem Lesen. Würden wir solche Dinge kategorisch ablehnen, würde uns die Bodenhaftung fehlen. Hinzu kommt: die Überbrückung der Kluft zwischen den getrennten, vermeintlich unvereinbaren Sphären von Philosophie und Ökonomie ist selbst eine spannende philosophische Herausforderung."

kress.de-Tipp! Wie Thomas Vašek die Arbeit an den Nebenaktivitäten konkret aufzieht, auf welche Mitarbeiter er dabei setzt und wie er sie in den Redaktionsalltag integriert, erfährt man detailliert im "kress pro"-Interview mit Rupert Sommer, erschienen in der Ausgabe 8/2018. Das "kress pro"-Heft mit diesen weiteren Themen kann in unserem Shop als E-Paper oder gedruckt gekauft werden - und ist auch im iKiosk erhältlich. Per E-Mail kann es unter vertrieb(at)oberauer.com bestellt werden. "kress pro" - das Magazin für Führungskräfte bei Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. "kress pro"-Chefredakteur ist Markus Wiegand, Herausgeber Johann Oberauer. Zum "kress pro"-Abo.

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