"Das Gute in der Welt bekommt seine eigene Werbeagentur": Tim Stübane, Franka Mai und Mirko Stolz sind die Gründer

03.12.2018
 

Tim Stübane, Franka Mai und Mirko Stolz gründen eine Kommunikationsagentur. The Goodwins will mit Kreativität dafür kämpfen, dass das Gute gewinnt.

Tim Stübane war zuletzt Kreativgeschäftsführer von Ogilvy Berlin, das er im Jahr 2011 mitgegründet hatte. Dort arbeitete er schon mit Franka Mai zusammen, die die Strategie der Agentur leitete. Stübane und Mirko Stolz kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten an der Universität der Künste und später als Team bei Jung von Matt/Spree.

Zu Beginn des Jahres kamen die drei zusammen und überlegten, gemeinsam eine eigene Agentur zu gründen. Man habe sich gleich die Frage gestellte, ob die Welt eine weitere kleine x-beliebige Agentur brauche, oder wie man mit einer Neugründung einen Unterschied machen könne, so Tim Stübane. "Wie kann Werbung für alle Beteiligten wieder mehr Sinn und Freude bereiten? Wie kann Werbung dazu beitragen, unser Leben und unsere Welt ein bisschen besser zu machen?" Die Antwort darauf soll The Goodwins sein. "Das heißt, die richtigen Unternehmen und Produkte erfolgreich machen. Die Mitarbeiter mit sinnvoller Arbeit erfüllen. Die Konsumenten mit guter Werbung nicht nerven, sondern inspirieren. Klingt hoch gegriffen. Vielleicht sogar verrückt. Aber noch verrückter wäre es, es nicht zu versuchen", erklärt Tim Stübane.

The Goodwins versteht sich als "Agentur, die Content schafft". Wobei Content, laut ihrem Verständnis alles sein kann. Von der integrierten Kampagne über Social Media bis hin zur PR-Idee. Hauptsache das Ergebnis ist so gut, dass Menschen es gerne in ihr Leben aufnehmen und eventuell sogar teilen.

Verbesserungspotential gäbe es in der Branche genug und The Goodwins sind schon daran umzusetzen. Tim Stübane: "Flexible Arbeitszeiten sind selbstverständlich und tatsächlich arbeiten fast die Hälfte der Angestellten eine 4-Tage Woche." Auch sind alle monetär am Erfolg der Agentur beteiligt. Zehn Prozent des jährlichen Gewinns geht an ein soziales Projekt ("The Gooodone"), das die Agentur selbst kreiert und betreut.

Für jedes Projekt gibt es maximal zwei Hierarchieebenen, eine seniorige und eine juniorige, mit direktem Kontakt zum Kunden. Das soll eine präzisere und schnellere Zusammenarbeit in der Agentur und mit dem Kunden garantieren. Alles mit dem Ziel, dass alle Beteiligten, Mitarbeiter, Partner und Kunden, Sinn und Freude an der Werbung finden.

Einen ersten Kunden haben The Goodwins bereits, der aber noch nicht genannt werden darf. Für diesen Kunden, "einen Mittelständler und gleichzeitig Weltmarktführer", arbeitet man schon auf mehreren Projekten, u.a. an einer weltweiten integrierten Kampagne, die gerade in Südafrika produziert wurde.

Die Gründer

Tim Stübane war bereits Mitgründer und Geschäftsführer Kreation von Ogilvy Berlin.Mit mehr als 300 Kreativ- und Effektivitätspreisen gilt er als einer der meist ausgezeichneten Kreativen Deutschlands. Spuren hat Stübane mit diversen Arbeiten für Volkswagen, Ikea, Bosch, Coca-Cola und "Mein Kampf gegen Rechts" für den Verein "Gesicht Zeigen!" hinterlassen. Vor Ogilvy arbeitete er bei DDB, Jung von Matt und Scholz & Friends.

Nach ihrem Diplom in Kommunikationswissenschaften spezialisierte sich Franka Mai im Bereich Creative Planning in globalen Netzwerk- und Kreativagenturen wie DDB, Heimat und Ogilvy. An diesen Stationen betreute sie langjährig Etats wie die Deutsche Telekom, Electrolux/AEG, Volkswagen, Ebay, Coca-Cola oder "Bild am Sonntag". Bei Ogilvy übernahm sie 2016 die Strategieleitung des Berliner Standorts.

Mirko Stolz ist seit über 18 Jahren in der Werbung tätig und war zuletzt Geschäftsführer Kreation bei BBDO Berlin. Davor verbrachte er über acht Jahre im Ausland. Bei Crispin Porter + Bogusky in Colorado, Göteborg und London. Und bei Ogilvy in New York. Sein Handwerk lernte er bei Jung von Matt. In seiner Karriere führte er u.a. internationale Etats wie Coca-Cola, smart, Milka, Bosch, BMW, Burger King und Microsoft.

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