Eine Zukunft (fast) ohne Print

08.01.2019
 
 

Wie die "taz" plant, als erste Tageszeitung Deutschlands nicht mehr täglich auf Papier zu erscheinen.

Die "taz" könnte in fünf Jahren als erste Tageszeitung Deutschlands nicht mehr täglich auf Papier erscheinen. Die Vertriebserlöse würden zwar deutlich sinken, die Kosten aber auch. Zentral für das Gelingen ist es, viele Leser auf digitale Kanäle und die Print-Wochenend-Ausgabe umzuleiten.

Karl-Heinz "Kalle" Ruch war schon immer anders als seine Kollegen aus der Branche. Während Verlagsleiter zwischen Flensburg und Freiburg weiter unverdrossen das Print-ist-nicht-tot-Mantra beschwören, behauptet der Geschäftsführer und Mitgründer der "taz" genau das Gegenteil. Den Zeitungsvertrieb nennt der 64-Jährige eine "aufwändige Art von Papier-Recycling": Die Blätter würden vom Grosso morgens an die Kioske gekarrt, um am Abend desselben Tages "zu 90 Prozent" wieder als Altpapier den Druckereien zugeführt zu werden.

Dieser Form der Wäldervernichtung will Ruch einen Riegel vorschieben. Als erster Verleger Deutschlands kündigte er an, die werktägliche "taz" ab 2022 nur noch digital zu vertreiben. Seither fragt sich die Branche: Wie soll das funktionieren? 

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