MDR-Intendantin Karola Wille wird IPI-Vorsitzende in Deutschland

 

Für unabhängigen Qualitätsjournalismus möchte sich nun auch die MDR-Intendantin Karola Wille einsetzen: Zusätzlich zu ihren TV- und Radio-Aufgaben hat sie den Vorsitz des Internationalen Presse Instituts in Deutschland übernommen.

Sie steht damit dem sogenannten deutschen Nationalkomittee des IPI voran, der Verein ist eine Teilorganisation des in Wien ansässigen Presseinstituts.

Den Vorsitz hat Karola Wille, die seit 2011 Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks ist, wo sie zuvor Juristische Direktorin war, von Carl-Eugen Eberle übernommen. Er war früher ZDF-Justiziar. Mahnende, aufklärende und aufrüttelnde Stimmen wie die des IPI würden mehr denn je gebraucht, sagte Wille in einem Neujahrsgruß an die deutschen Mitglieder des Presseinstituts.

Mit ihrem Engagement für Meinungs- und Pressefreiheit verbindet sich dabei auch, dass die MDR-Intendantin zusätzlich Mitglied des Kuratoriums der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen ist. Außerdem unterstützt ihr Haus, der MDR, die Arbeit des vor drei Jahren in Leipzig gegründeten Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit.

Die heute 59-jährige Wille, die in den Jahren 2016 und 2017 ARD-Vorsitzende war, studierte Jura und promovierte an der Uni Jena. Nach der Wende setzte sie ihre juristische Ausbildung an der Fernuni Hagen fort. Kurzzeitig war sie Justiziarin beim Rat der Stadt Leipzig, bevor sie 1991 zunächst als Referentin ihre MDR-Karriere in Leipzig anrollen ließ.

Hintergrund: Das IPI steht für ein weltweites Netzwerk von Redakteuren, Journalisten und Medienmanagern, die sich gemeinsam für qualitativ hochwertigen, unabhängigen Journalismus einsetzen. Das IPI tritt für die Medienfreiheit und den freien Nachrichtenfluss überall dort ein, wo sie bedroht sind. Das Institut hat Beobachterstatus bei verschiedenen internationalen Gremien wie UNO, UNESCO und Europarat.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem Newsletter "kressexpress". Kostenlos abonnieren. 

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Kress Pro Magazin
2020/#01

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Madsack-Chef Thomas Düffert sagt, wie er in den kommenden drei Jahren im Zeitungsgeschäft wachsen will. Dazu: Die vier Trends im US-Mediengeschäft -Digitale Abos von Zeitungen und Video-Streaming wachsen, das Werbegeschäft ist stabil.

Inhalt konnte nicht geladen werden.