Warum Väter häufiger arbeiten als kinderlose Männer

21.02.2019
 

Work hard, play hard: Väter in Deutschland sind häufiger erwerbstätig als gleichaltrige Männer ohne Kinder. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt in einer aktuellen Auswertung.

Laut Statistischem Bundesamt gingen im Jahr 2017 91 Prozent der Väter im Alter zwischen 18 und 64 Jahren einer Arbeit nach. Bei den Männern ohne Kinder war der Anteil mit 77 Prozent deutlich niedriger. 

Wie die Statista-Infografik zeigt, arbeiten Väter auch häufiger in Vollzeit. So lag der Anteil der erwerbstätigen Väter, die 40 Stunden oder mehr arbeiten, im Jahr 2017 bei 94 Prozent. Bei den Männern ohne Kinder waren es nur 88 Prozent. Bei Müttern lag die Erwerbstätigenquote 2017 bei 71 Prozent und unterschied sich damit kaum von der Quote der kinderlosen Frauen, die 74 Prozent betrug. Nur ein Drittel der Mütter arbeitete 2017 in Vollzeit (34 Prozent). 

Den Grund für die hohe Erwerbstätigenquote bei Vätern im Vergleich zu Müttern erklären Experten mit der Erfüllung traditioneller Rollenvorstellungen. Männer würden sich immer noch vorrangig als Ernährer der Familie verstehen. Auch der Vergleich zu den kinderlosen Männern lässt sich dadurch erklären: Wenn Väter Alleinverdiener sind oder zumindest den Großteil des Familieneinkommens erwirtschaften, sind sie besonders stark auf eine Vollzeitstelle angewiesen. Der Schlüssel zu einer ausgewogeneren Aufteilung von Beruf und Familienarbeit liegt vor allem beim Gehalt von Frauen, das nach wie vor häufig niedriger ausfällt als das von Männern.

Die Job-Grafik präsentieren wir gemeinsam mit Statista. Frauke Suhr, Data Journalist bei der Statista GmbH, hat sie aufbereitet. 

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