Pit Gottschalk über das neue Timing im Publishing

22.02.2019
 

Sportjournalist Pit Gottschalk ist unter die Gründer gegangen - und will im Digitalen zur publizistischen Personen-Marke werden. Der ehemalige Sport-Chefredakteur der Funke Mediengruppe im Interview mit "medium magazin" über "Fever Pit'ch" - und das neue Timing im Publishing.

Aus dem Verlags-Führungsjob rein ins Newsletter-Business als Selfpublisher – das scheint ein Trend zu werden: In eigener Sache publiziert nun auch Pit Gottschalk – früher Sportchef der "Welt", Chef von "Sport-Bild", zuletzt Sportchef der Funke Medien, wo nun Peter Müller das Kommando übernommen hat. Gottschalk nennt seinen Newsletter "Fever Pit’ch" – ein Wortspiel mit dem bekannten Fußball-Film.

Pit Gottschalks tägliche Fußball-Newsletter geht derzeit an knapp 1.400 Abonnenten, Partnerschaften mit Focus Online und Sport1 befeuern das Wachstum. Gottschalk recherchiert tagsüber, geht in Stadien oder zu Hintergrundgesprächen, nachts entstehen Newsletter-Text, Podcast und Vlog.

"Auf Reisen ins Silicon Valley und nach New York City verinnerlicht man schnell das neue Timing im Publishing. Die Reihenfolge lautet: Relevanz, Reichweite, Revenue", sagt Pit Gottschalk im Interview mit Jens Twiehaus vom "medium magazin".

Er wolle einfach anfangen, auswerten, verbessern: "Relevanz habe ich. Reichweite baue ich gerade auf. Danach wird es Umsatzmöglichkeiten geben, an die ich heute gar nicht denke." Möglich sei zum Beispiel ein Klub-Modell, in dem er Mitgliedern exklusive Zugänge anbietet.

kress.de-Tipp: Das Interview von Jens Twiehaus mit Pit Gottschalk ist in "medium magazin" 07/2018 erschienen. Sie können das Heft in unserem neu gestalteten Shop bestellen. Ein Abo können Sie dort auch abschließen.

Das "medium magazin" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteurin ist Annette Milz. Weitere Themen in der "mm"-Ausgabe 7/2018: die "Journalisten und Journalistinnen des Jahres 2018", Presserechtler Gero Himmelsbach über wichtige Medienurteile 2018, Senta Krasser über neue Wege der Mitteldeutschen Zeitung, Anne Haeming über modernen Verbraucherjournalismus, Inge Seibel über gute Ideen im Regionaljournalismus, Florian Sturm über Fototrends 2018, Jakob Vicari über Medieninhalte ohne Inhalte und Ecken sowie Hakan Tanriverdi über Wege zum eigenen Datenschutz.

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