Warum Ippen Thomas Kaspar zum Chefredakteur der Frankfurter Rundschau macht

26.02.2019
 

Aus Sicht des Ippen-Verlegers Daniel Schöningh vereint er auf einmalige Weise Print-Erfahrung und Digital-Expertise: Thomas Kaspar übernimmt zusammen mit Bascha Mika die Chefredaktion der "Frankfurter Rundschau". Auch Markus Knall bekommt mehr Verantwortung. So sieht der Plan in Frankfurt und in München aus.

"Wir haben im Jahr 2018 disruptiv an digitaler Reichweite gewonnen uns sind zur größten regionalen Mediengruppe in Deutschland gewachsen. Das werden wir nun auch in Frankfurt ausbauen", kündigt Jan Ippen an, der Geschäftsführer von Ippen Digital.

Thomas Kaspar (51) leitet ab 1. März 2019 als "Gespannpartner" in der Chefredaktion mit Bascha Mika die "FR"-Printredaktion und entwickelt von dort die redaktionellen Produkte der Gruppe. Seine Rolle als strategischer Produktchef der Ipppen Digital GmbH behält er bei. Das heißt, Kaspar steuert von Frankfurt am Main aus die Loyalisierungsstrategie der Plattform und die Contentstrategie. "Es geht nicht um den Kanal", erläutert Kaspar. "Die Haltung und der Nutzen für den Leser muss bei jedem Kontakt mit uns spürbar sein. Dann erzielen wir eine noch bessere Wirksamkeit als schon jetzt."

Kaspar erklärt seine publizistischen Ziele so: "Wir erleben eine Repolitisierung der Welt. Die Frankfurter Rundschau ist die ideale Plattform, um diesen gesellschaftlichen Wandel zu begleiten und zu gestalten. Die Rundschau hat alles, um Leserinnen und Leser in einer verknappten, emotionalisierten Newswelt für sich zu gewinnen: Sie ist anspruchsvoll, aber nicht anstrengend, legt ihren Fokus auf Wissen hinter der Information und auf intellektuelle Emotion."

"Eine Medienmarke spüren, erfahren und durchdringen die Leserinnen und Leser heute anders als früher“, sagt "FR"-Chefredakteurin Bascha Mika. "Gemeinsam sind wir überzeugt, dass ein zeitgemäßer, verantwortungsvoller Journalismus wichtiger denn je ist und sein Publikum findet.“

Das Digitale spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die "Frankfurter Rundschau" hat Erfahrung mit digitalen Paid Content-Angeboten: Als erste deutsche Tageszeitung entwickelte sie unter der Leitung von Michael Bayer bereits im Herbst 2010 eine Bezahl-App für Tablets. Bayer komplettiert wie bisher die Chefredaktion. 

Thomas Kaspar hat die letzten drei Jahre zusammen mit Markus Knall die Chefredaktion der Ippen Digital Zentralredaktion sowie von tz.de und merkur.de geführt. Diese Rolle gibt Kaspar zum 1. März 2019 im Zuge seines Wechsels von München nach Frankfurt auf.

Markus Knall ist damit ab dem 1. März 2019 alleiniger Chefredakteur der Ippen Digital Zentralredaktion. Er leitet künftig neben der Zentralredaktion in München auch die neu geschaffene Zentralredaktion Mitte mit Sitz in Frankfurt. Dort werden die Digitalredaktionen aller Titel der Ippen-Gruppe gebündelt und neben den Digitalportalen der Frankfurter Rundschau auch die der Frankfurter Neue Presse und Offenbach Post, HNA und weiterer Titel betreut. "Wir haben Deutschlands erste Zentralredaktion zur modernsten Redaktionsorganisation umgebaut", betont Geschäftsführer Benjamin Marx. "Nun bauen wir das modernste Redaktionsnetzwerk Deutschlands auf."

Zur Person: Thomas Kaspar wurde 1968 in München geboren. Als Stipendiat der Kapfinger-Stiftung lernte er sein journalistisches Handwerkszeug beim Bayerischen Rundfunk und der Passauer Neuen Presse. Der Sozialwissenschaftler kam über Stationen als Musikdramaturg an der Oper Passau und Online-Chef des Donaukurier 2000 zu Burda. Über Funktionen wie Textchef, Leiter der Sonderpublikationen und Chefredakteur Print wechselte er dann zur neuen Digital-Abteilung und baute mit am Erfolg von Chip Online. Nach zwölf Jahren wechselte er zu einer Digitalagentur, wo er als Partner eine Abteilung für Kommunikationsstrategie aufbaute. Seit vier Jahren arbeitet er für Ippen Digital, zunächst als Chief Produkt Officer, seit drei Jahren zusammen mit Markus Knall auch als Chefredakteur der Ippen Digital Zentralredaktion sowie von tz.de und merkur.de. 

Markus Knall wurde 1978 in Martinskirchen geboren. Der Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung studierte in München und Washington Politikwissenschaft. Nach Stationen beim Donaukurier in Ingolstadt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung volontierte er beim Münchner Merkur. 2011 übernahm er die Chefredaktion von merkur.de und tz.de und der Ippen Digital Zentralredaktion.

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