So sieht der Appell von Zeitungs-Chefredakteuren zum EU-Urheberrecht aus

01.03.2019
 

Chefredakteurinnen und Chefredakteure deutscher Zeitungen haben sich in einem gemeinsamen Appell zur Reform des EU-Urheberrecht an die deutschen Abgeordneten des Europaparlaments gewandt. Wie viele Erstunterzeichner der Aufruf bislang hat.  

In dem gemeinsamen Appell heißt es:

"Die Mitgliedstaaten der EU und das Europäische Parlament entscheiden über die Zukunft des Urheberrechts und damit auch über wichtige Rahmenbedingungen für professionellen Journalismus in der digitalen Welt. Wir begrüßen, dass der vorliegende Kompromiss die Rechte der Journalistinnen und Journalisten an ihren Werken stärkt. Autorinnen und Autoren sowie Verlage müssen angemessen an der digitalen Nutzung ihrer Werke durch Dritte beteiligt werden. Wer die wirtschaftlichen Grundlagen für Qualitätsjournalismus und die freie Presse in Zukunft sichern will, muss die Rechte von Autorinnen und Autoren und Verlagen stärken. Es ist höchste Zeit, diese wichtige Richtlinie zu verabschieden und Klarheit zu schaffen."

Diese 49 Chefredakteurinnen und Chefredakteure unterstützen den am Freitag veröffentlichten Appell als Erstunterzeichner:

Peter Stefan Herbst, Chefredakteur Saarbrücker Zeitung

Thomas Roth, Chefredakteur Trierischer Volksfreund

Oliver Haustein-Teßmer, Chefredakteur Lausitzer Rundschau

Helge Matthiesen, Chefredakteur General-Anzeiger (Bonn)

Manfred Sauerer, Chefredakteur Mittelbayerische Zeitung

Ralf Uwe Heer, Chefredakteur Heilbronner Stimme

Ulrike Trampus, Chefredakteurin Ludwigsburger Kreiszeitung

Joachim Braun, Chefredakteur Zeitungsgruppe Ostfriesland

Ralf Geisenhanslüke, Chefredakteur Neue Osnabrücker Zeitung

Dirk Lübke, Chefredakteur Mannheimer Morgen

Jan Hollitzer, Chefredakteur Thüringer Allgemeine

Peter Burger, Chefredakteur Rhein-Zeitung

Stefan Lutz, Chefredakteur Südkurier

Ivo Knahn, Stellvertr. Chefredakteur Main-Post

Volker Quack, Leitender Redakteur Main-Post

Hendrik Groth, Chefredakteur Schwäbische Zeitung

Friedrich Roeingh, Chefredakteur Mainzer Allgemeine Zeitung

Thomas Thelen, Chefredakteur Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten

Michael Seidel, Chefredakteur Schweriner Volkszeitung

Ulrich Becker, Chefredakteur Südwest Presse

Gerald Schneider,Redaktionsleiter Straubinger Tagblatt 

Andreas Tyrock, Chefredakteur Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)

Elmar Jehn, Chefredakteur Berliner Verlag

Jochen Arntz, Chefredakteur Berliner Verlag

Ulrich Schönborn, Stellvertr. Chefredakteur Nordwest-Zeitung

Marc Rath, Chefredakteur Landeszeitung für die Lüneburger Heide

Ralf Leineweber, Chefredakteur Cellesche Zeitung

Rolf Hillmann, Redaktionsleiter Walsroder Zeitung

Ulrich Kiehne, Redaktionsleiter Gandersheimer Kreisblatt / Seesener Beobachter

Martin Schiepanski, Chefredakteur Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Julius Höffmann, Redaktionsleiter Münsterländische Tageszeitung

Christoph Linne, Chefredakteur Nordsee-Zeitung GmbH

Ulrich Suffner, Redaktionsleiter Oldenburgische Volkszeitung

Rainer Härtl, Redaktionsleiter Harz Kurier

Jörg Kleine, Chefredakteur Goslarsche Zeitung

Christian Zett, Redaktionsleiter Neue Deister-Zeitung

Felix Weiper, Redaktionsleiter Cuxhavener Nachrichten / Niederelbe-Zeitung

Christoph Fischer, Chefredakteur Reutlinger General-Anzeiger

Carsten Fiedler, Chefredakteur Kölner Stadt-Anzeiger

Cordula v. Wysocki, Chefredakteurin Kölner Rundschau

Constantin Blaß, Chefredakteur EXPRESS (Medienhaus DuMont Rheinland)

Marco Fenske, Chefredakteur RedaktionsNetzwerk Deutschland

Jan Emendörfer, Chefredakteur Leipziger Volkszeitung

Andreas Ebel, Chefredakteur Ostsee-Zeitung

Gerald Goetsch, Chefredakteur Lübecker Nachrichten

Bodo Krüger, Chefredakteur Neue Presse

Marc Fügmann, Chefredakteur Schaumburger Nachrichten

Dirk Borth, Chefredakteur Wolfsburger Allgemeine Zeitung / Peiner Allgemeine Zeitung / Aller-Zeitung

Christian Longardt, Chefredakteur Kieler Nachrichten

Hintergrund: Unterhändler des Parlaments und der EU-Staaten hatten sich Mitte Februar auf einen Entwurf der Urheberrechtsreform geeinigt (kress.de berichtete). Er sieht unter anderem ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage sowie - in Artikel 13 - deutlich mehr Pflichten zum Urheberrechtsschutz für Plattformen wie YouTube vor. Kritiker fürchten, dass die Plattformen den Vorgaben nur nachkommen können, wenn sie Upload-Filter einsetzen, mit denen sie beim Hochladen prüfen können, ob Bilder, Videos oder Musik urheberrechtlich geschützt sind. Dadurch drohe Zensur.

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Ihre Kommentare
Kopf

Boris Hellmers

04.03.2019
!

"Wir begrüßen, dass der vorliegende Kompromiss die Rechte der Journalistinnen und Journalisten an ihren Werken stärkt."

Wo genau werden nun die Journalist*innen (und nicht nur die Verlage/Verwerter) gestärkt?

Wie konkret fließen die Zusateinnahmen (wenn sie denn kommen) zu den Urhebern?

Wieviel ist von den bisherigen Erlösen des Leistungsschutzrechts bei den Autoren angekommen (es gab ja durchaus welche)?

Ich hättes gern mal etwas verbindlicher statt immer nur diese Floskeln.


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