Was ist nur los beim Zeitungs-Vermarkter Score Media?

 

Vor drei Jahren gründeten Verlage die Score Media Group, um ihre Zeitungen gemeinsam besser zu vermarkten. Personalwechsel und Querelen belasten seither das Projekt. "kress pro" hat den neuen Chef, Carsten Dorn, interviewt - und liefert weitere Antworten.

kress pro: Herr Dorn, in der Vergangenheit gab es bei Score Media viel Unruhe. Wie wollen Sie das in den Griff bekommen?

Carsten Dorn: Ich bin ja erst seit dem Sommer da und erlebe hier seither ein sehr engagiertes Team, das – wie ich auch – nach vorne schaut. Als nationaler Vermarkter haben wir mit den gedruckten Zeitungen eine tägliche Netto-Reichweite von 27 Millionen Lesern. Mit dem Pfund können wir punkten. Fakt ist: Das Modell Score Media mit der Bündelung von 270 Tageszeitungen ist ein Erfolg.

kress pro: Wie lief das Jahr 2018?

Carsten Dorn: Das zweite und dritte Quartal war durchwachsen. Gegen Jahresende dagegen lief es richtig gut. Wir liegen daher mit den Erlösen nahezu auf Vorjahresniveau. Das ist angesichts der rückläufigen Marktentwicklung erfreulich.

kress pro: Was erwarten Sie für das laufende Jahr?

Carsten Dorn: Unser Ziel ist es, besser zu sein als der Markt. Das bedeutet, dass wir in diesem Jahr beim Umsatz im einstelligen Prozentbereich wachsen möchten.

"kress pro": Wie wollen Sie das erreichen?

Carsten Dorn: Das Wichtigste ist eine strukturierte, saubere Marktbearbeitung. Zudem werden wir neue Produktwelten kreieren, die leicht skalierbar sind. Ein Beispiel ist hier die Score Media DealWeek, die es bis dato in der regionalen Tageszeitung nicht gab: Sie ist quasi ein Hochfrequenzformat und besteht aus aufmerksamkeitsstarken Inselanzeigen, die an sechs aufeinanderfolgenden Tagen geschaltet werden und entsprechend auch sechs verschiedene Motive enthalten können. Darüber hinaus sind redaktionelle Premium-Content-Pakete zu hochrelevanten Themen über unser riesiges Portfolio hinweg für Werbungtreibende sehr attraktiv. So werden sich beispielsweise zum 70. Jahrestag des deutschen Grundgesetzes im Mai dieses Jahres unsere Titel bundesweit flächendeckend mit dem Thema redaktionell auseinandersetzen. Dies ist eine völlig neue Qualität der Zusammenarbeit. Außerdem sehe ich Potenzial, klassische PR-Etats für die Zeitung zu gewinnen.

kress pro: Herr Dorn, Sie sind erst seit wenigen Monaten dabei, die aber sehr turbulent verliefen. Wie bewerten Sie selbst Ihren Start?

Carsten Dorn: Von außen wirkt vieles entschieden geräuschvoller und unruhiger, als es das in Wirklichkeit ist. Ich wurde bei Score Media von einem kompetenten und engagierten Team empfangen, das in vielen Schlüsselpositionen seit den Anfängen unverändert aufgestellt ist. Auch hat sich die grundlegende Strategie hinter Score Media ja nicht verändert. Von Anfang an haben sich alle schlicht auf die Arbeit konzentriert – und nicht auf die Nebengeräusche aus der Vergangenheit. Die tolle Bilanz eines fraglos arbeitsintensiven vierten Quartals freut mich persönlich sehr. Hier wurde deutlich, was in der Gattung, aber auch in Score Media und vor allem auch im Team steckt. 

kress pro: Warum hat sich Score im Oktober von Geschäftsführer Heiko Genzlinger getrennt?

Carsten Dorn: Ich muss um Verständnis bitten, dass ich zu dem Thema nichts sagen kann.

kress pro: Score Media hat Genzlinger angezeigt. Warum?

Carsten Dorn: Auch das Thema kommentieren wir nicht.

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