Wie Journalisten ihren Job Jugendlichen erklären

07.03.2019
 

Fake News, Vertrauenskrise, Glaubwürdigkeit: Journalisten müssen ihre Arbeit besser erklären. "medium magazin" hat Medienleute aufgefordert, in Schulbesuchen über ihren Joballtag zu reden. Was die "SZ"-Journalisten Klaus Ott und Tom Soyer sagen.

Fake News, Vertrauenskrise, Glaubwürdigkeit: Journalisten müssen ihre Arbeit besser erklären - und "medium magazin" wirkt daran mit. Die Branchenzeitschrift, die wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer erscheint, hat Medienleute aufgefordert, in Schulbesuchen über ihren Joballtag zu reden. Den Auftakt machen "Journalisten und Journalistinnen des Jahres", die sich zu Gesprächen in Schulen bereit erklärt haben. In der aktuellen "medium magazin"-Ausgabe beantworten sie auch typische Schülerfragen wie beispielsweise "Haben Sie manchmal Gewissensbisse, wenn Sie Informationen über Skandale veröffentlichen". Dokumentarfilmer Stephan Lamby beispielsweise, Journalist des Jahres 2018, wird noch im März in einer Hamburger Schule Rede und Antwort stehen.

Die "Süddeutsche Zeitung"-Journalisten Klaus Ott und Tom Soyer stellen zudem im "medium magazin"- Interview ihr Konzept der Werkstattgespräche vor, für die bereits rund 70 aktive und ehemalige "SZ"-Journalisten Gespräche mit Schülern geführt haben.

"Das ist, wenn Sie so wollen, Glaubwürdigkeitsarbeit für Qualitätsmedien - und sehr lebendige Medienbildung", sagt Tom Soyer, der seit 1982 für die "SZ" arbeitet und Leserredakteur des Ressorts München-Region-Bayern ist. Sein Kollege Klaus Ott, mehrfach ausgezeichneter Investigativjournalist, ergänzt: "Die Schüler fragen uns eineinhalb Stunden lang Löcher in den Bauch, manchmal bis in die Pause hinein. Und hinterher hat man stets den Eindruck, dass ein solcher Einblick in den Beruf des Journalisten sehr gut ankommt."

Tom Soyer erlebt großes Interesse nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Schulen. "Die Bereitschaft der Lehrer ist enorm groß, eben weil die Medienbildung in den Lehrplänen noch weit hinter der Realität herhinkt", sagt Soyer. "Die meisten Lehrer sind deshalb sogar sehr dankbar, dass Medienmacher mal live in ihren Unterricht kommen."

Den Schülern bringen die Journalisten vor allem bei, kritisch mit Quellen und Informationen umzugehen. Zugleich widerlegen sie falsche Vorstellungen über die tatsächliche Arbeit von Journalisten, erzählt Soyer im Gespräch mit "medium magazin"-Chefredakteurin Annette Milz.

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Sie möchten weiterlesen? Die Titelgeschichte "Ab in die Schule" mit dem Interview und Antworten auf Schülerfragen erscheint in "medium magazin" Ausgabe 01-2019, Seiten 22-31. Sie ist gedruckt und als E-Paper ab sofort in unserem neu gestalteten Shop erhältlich. Dort können Sie auch in das Heft reinschauen - und ein Abo abschließen.

"medium magazin" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteurin ist Annette Milz.

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