Döpfner zur EU-Urheberrechtsreform: Gerade junge Leute könnten profitieren

07.03.2019
 

Springer-Chef Mathias Döpfner kritisiert die Proteste gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform. Dabei werde viel Manipulation und Desinformation gerade junger Leute betrieben, die eigentlich von der Neuregelung profitieren könnten, so Döpfner.

Die EU-Urheberrechtsreform stelle sicher, dass junge Leute mit Inhalten im Internet Geschäfte machen können, wird Döpfner von dpa zitiert. Das sei für die digitale Content-Welt eine Voraussetzung für Innovation.

Nach der Urheberrechtsreform sollen Suchmaschinen für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten wie auf den Google-News-Seiten künftig Geld an die Verlage zahlen (kress.de berichtete). "Wir hoffen, dass die Richtlinie die letzte Hürde noch nimmt", so der Vorstandsvorsitzende des Medienhauses Axel Springer. Das EU-Parlament entscheidet darüber Ende März.

Zum umstrittenen Artikel 13 wollte Döpfner laut dpa nichts sagen. Dabei geht es um mehr Urheberrechtsschutz auf Plattformen wie Youtube. Kritiker befürchten eine Zensur durch Upload-Filter. Die Filter prüfen beim Hochladen, ob Bilder, Videos oder Musik urheberrechtlich geschützt sind.

Hintergrund: Vergangene Woche haben sich Chefredakteure deutscher Zeitungen in einem gemeinsamen Appell zur Reform des EU-Urheberrecht an die deutschen Abgeordneten des Europaparlaments gewandt: Darin heißt es: "Autorinnen und Autoren sowie Verlage müssen angemessen an der digitalen Nutzung ihrer Werke durch Dritte beteiligt werden. Wer die wirtschaftlichen Grundlagen für Qualitätsjournalismus und die freie Presse in Zukunft sichern will, muss die Rechte von Autorinnen und Autoren und Verlagen stärken. Es ist höchste Zeit, diese wichtige Richtlinie zu verabschieden und Klarheit zu schaffen." 

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