Von Bild zu VW: Wie Seitenwechsler Michael Manske seine neue Aufgabe angeht

08.03.2019
 

Journalist Michael Manske wechselt von "Bild" zu Volkswagen - und will auch als Mitarbeiter des krisengeschüttelten Konzerns einen journalistischen Geist bewahren. Was er in der neuen Ausgabe des "medium magazin" verspricht.

"Ich werde all die kritischen Fragen intern stellen", kündigt Michael Manske im aktuellen"medium magazin" an. Der 28-Jährige berichtete als Investigativreporter bei "Bild" über die Abgasaffäre bei VW und wird bald für VW arbeiten, als Mitarbeiter in der Abteilung Litigation Communication, also Prozess-PR oder Krisen-PR.

"Ich werde all die kritischen Fragen intern stellen", so Michael Manske im "medium magazin". Er relativiert die Darstellung, er würde nun zu seinem Recherchegegner wechseln. "Von der Vorstellung, dass VW mein Gegner ist, halte ich als Journalist nichts", sagt er. Er pflege immer gute Kontakte zu den Unternehmen und Pressesprechern. "Mir ist wichtig, dass sich jeder am Ende gerecht behandelt fühlt."

Manske betont im "medium magazin" auch: "Ich bin hart und kritisch. Aber ich habe nicht das Verständnis, dass ich der Journalist bin und draußen meine Gegner rumlaufen. Meine Aufgabe ist es, auf Missstände hinzuweisen."

Den Journalisten reizt an seinem Wechsel vor allem diese Chance: "Mein Ziel war es immer, in einem historischen Moment der Wirtschaftsgeschichte so nah dran wie möglich zu sein und die Wahrheit abzubilden", sagt er und verweist auf anstehende Gerichtsprozesse. "Da jetzt nah dran zu sein, mit solchen Big Playern, und zu erleben, wie die arbeiten - das finde ich wahnsinnig spannend."

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Sie möchten weiterlesen? Jens Twiehaus hat im aktuellen "medium magazin" 1/2019 mit Michael Manske gesprochen. Die Ausgabe ist gedruckt und als E-Paper ab sofort in unserem neu gestalteten Shop erhältlich. Dort können Sie auch in das Heft reinschauen - und ein Abo abschließen.

"medium magazin" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteurin ist Annette Milz.

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