Warum ZDF-Intendant Thomas Bellut ein Inhalte-Netzwerk vorschlägt

18.03.2019
 

Vor dem ZDF-Fernsehrat in Mainz hat Thomas Bellut erläutert, welche Vorteile es bringt, Mediatheken-Inhalte zu vernetzen. Wie die Idee des ZDF-Intendanten genau aussieht.

"Eine intelligente Vernetzung von attraktiven Inhalten ist die zeitgemäße und umsetzbare Antwort auf das Nutzungsverhalten im Netz. Es geht nicht darum, aufwendige Mediatheken zu bauen, sondern die Nutzer bei der Suche nach Inhalten bestmöglich zu unterstützen", so Thomas Bellut.

Mit Hinweis auf das neue Kulturangebot in der ZDFmediathek erklärte der ZDF-Intendant, das ZDF sei grundsätzlich offen für Partnerschaften mit anderen öffentlich-rechtlichen Sendern, aber auch mit anderen nichtkommerziellen Einrichtungen, die interessante Inhalte anbieten. Bellut: "Inhaltlich sind partnerschaftliche Kooperationen mit Dritten denkbar, etwa mit Museen, Stiftungen, Bildungseinrichtungen. Unter den Sendern kann es zu ausgewählten Genres Link-Vernetzungen geben."

Ein wichtiger Aspekt sei die Machbarkeit. "Es ist eben kein eigenes, neu zu schaffendes Angebot, sondern eine enge Verknüpfung des Vorhandenen. Das spart viel Geld, ist zukunftsoffen und wäre relativ zügig machbar, wenn sich alle aufeinander zubewegen", sagte der ZDF-Intendant.

Schließlich folge die Idee der Vernetzung auch den Vorgaben des neuen Telemedien-Staatsvertrages. Dort finde sich der Appell an die öffentlich-rechtlichen Sender, diejenigen Telemedien, die aus journalistisch-redaktionellen Gründen dafür geeignet sind, miteinander zu vernetzen. 

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