Zerwürfnis: Herausgeber Holger Steltzer hat die "FAZ" verlassen

18.03.2019
 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Herausgeber Holger Steltzner haben sich getrennt. Nach kress.de-Informationen gab es ein Zerwürfnis im Herausgebergremium.

"Die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern war nicht mehr gegeben", heißt es in einer knappen Stellungnahme der FAZ GmbH.

Nach kress.de-Infos ist ein Zerwürfnis im Herausgebergremium Grund der Trennung. Es ging dabei nicht um publizistische Fragen, heißt es in Redaktionskreisen, die an diesem Montag informiert wurden. Es sei erst das vierte Mal in der Geschichte der "FAZ", dass ein Herausgeber vor Ende des Vertrages geht.

Nach der überraschenden Abberufung möchte die "FAZ" den Posten nachbesetzen. Wer neu berufen wird, ist allerdings noch offen.

Holger Steltzner (56) war seit 2002 bei der "FAZ" für den Wirtschafts- und den Sportteil verantwortlich. Im Februar 1993 trat er in die Redaktion der "FAZ" ein und konzentrierte sich auf die Finanzmarkt-Berichterstattung. Sechs Jahre später übernahm Steltzner die Leitung des Finanzmarkt-Teils und wurde zum 1. August 2002 als Nachfolger von Jürgen Jeske Herausgeber der Zeitung. Er profilierte sich dabei vor allem als EU-skeptische Stimme.

Weiter an der Spitze der "FAZ"-Redaktion stehen die drei anderen Herausgeber, Werner D'Inka (Rhein-Main-Zeitung), Jürgen Kaube (Kultur) und Berthold Kohler (Politik).

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